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Tag 95-97: Eventreiches Melbourne

30.10.: Hoch über Melbourne

Heute ging es mit dem Flieger nach Melbourne. Dort angekommen wurde noch vom Flughafen aus ein Hostel online gebucht, denn wegen einem wichtigen Pferderennen, der Rugby League World Final und noch einem Fussball ähnlichem Spiel war fast alles ausgebucht. Angekommen im Hostel hatte dort keiner meine Buchung, aber ich die Bestätigung auf meinem Rechner. Glücklicherweise war das Mädel an der Rezeption eine Deutsche und so viel das Verhandeln deutlich leichter aus. Sie steckte mich einfach in ein Zimmer, das für eine Gruppe reserviert war und einen Tag vor deren Ankunft schon blockiert war, damit die Gruppe morgens pünktlich einchecken kann. So hatte ich nachts wenigstens meine Ruhe im Zimmer und konnte mal Papierkram ausmisten, was sich so angesammelt hatte. Zuerst ging es aber zu Fuß durch die Stadt. Der Eureka Tower sollte mein Ziel für heute sein. Dort konnte man sich dann in einem gläsernen Würfel aus dem Gebäude hinausfahren lassen, so dass man unter seinen Füßen die Straße sehen konnte. Das war nicht so viel wert, wie es gekostet hat. Beeindruckender war die Aussicht nach allen Seiten, vor allem bei dem herrlichen Sonnenuntergang.

31.10.: So was wie Fussball

Das einzige was heute auf dem Programm stand war neben einem Stadtbummel ein Besuch des Melbourne Cricket Ground. Das ist ein großes Stadion, in dem heute so etwas fussballartiges gespielt wurde. Es wurde versucht ein Tor zu erzielen oder durch die Stangen den Ball zu kicken. Je nach dem was erzielt wurde, gab es Punkte. Dabei durften die Spieler den ball auch mit der Hand aufnehmen und nur die harten Fouls wurden bestraft. Naja, es wurde gegen Abend dann recht schnell zugig, die Pommes kalt und irgendwie war es nicht so mein Sport. Besser hingegen war dann die Suche nach der ACDC Lane. Ich hatte zuvor noch bei Google Maps mir angesehen, wo sie zu finden war. Doch ist sie so klein, dass sie kaum zu finden ist. Interessant ist, dass in dieser Straße wohl der Hauptsitz von Chupa Chups ist.

1.11.: Classical Spectacular

Mein heutiges Highlight war das Konzert „Classical Spectacular“, für das ich mir schon in China ein Ticket gekauft hatte. Dumm, denn in den vier Wochen dazwischen ist der Australische Dollar so gesunken, dass ich umgerechnet anstatt 62 Euro nur noch 50 Euro hätte zahlen müssen. Naja, immerhin war der Sitz recht gut. Die Musik war dank des Melbourne Symphony Orchestras echt klasse. Dazu noch ein Chor, auch gut. Das Licht war für mein Verständnis von Spectacular etwas mau. Da sieht man bei vielen großen Musik-Bands wesentlich mehr. Besonders hervorzuheben ist, dass der Chor auf Deutsch „Freude schöner Götterfunken“ gesungen hat. War echt nett.

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Tag 84-86: Sapporo und Kushiro auf Hokkaido

19.10.: Sapporo Winter Sports Museum

Kurz nach sechs Uhr morgens ist der Zug in Sapporo angekommen. Der Bus zum Sapporo Winter Sports Museum fuhr erst um einiges später und so vertrieb ich mir die Zeit ein wenig. Dort wollten sie mich erst nicht zur Schanze lassen, da dort ein Jugend-Wettkampf stattfand, wo man normalerweise Eintritt zahlen muss. Doch irgendwie kam ich doch ohne zahlen rein. Ausgestattet mit ein paar Broschüren und Adressen von Unterkünften nahm ich den Zug nach Kushiro. Dort angekommen war keine der Unterkünfte tauglich. Alle möglichen kosteten mehr als das doppelte. Es gab eine Unterkunft, die erschwinglich war. Eine nette Japanerin, die etwas Englisch sprach rief dort an. Die Dame am anderen Ende bot sogar an, mich abzuholen. Geschlafen habe ich letztendlich wohl in so was wie einer Motorradfahrer-Pension. Aber kein Thema, es war günstig, sauber und es gab warmes Wasser.

20.10.: Norokko-ko und Übernachtung im Internetcafe

Heute Morgen hat mich die Dame sogar wieder zum Bahnhof gefahren, damit ich den nächsten Zug nehmen konnte. Das war heute der Norokko-ko. Das ist so ein Aussichts-Zug, wo man einen guten Überblick über die Landschaft haben soll. Nachdem die Landschaft, das Wetland, schon nicht mehr grün, sondern eher wie bei uns zu Hause ausgesehen hat, nur noch nicht so farbenprächtig, war mir das zu langweilig. Zum Wandern war mir die Sonne schon zu niedrig und die Bahnhöfe sahen hier nicht so aus, als hätten sie Locker für die Taschen. Also habe ich mir eine Verbindung zurück ausgesucht. Zum Glück früh genug und so konnte ich dann in Kushiro noch den früheren Zug nach Sapporo nehmen. Dort lief ich dann etwas durch die Stadt und kam an einem Einkaufszentrum vorbei. Zufällig habe ich einen adidas-Shop gesehen und den musste ich mir natürlich ansehen. Beim Umsehen sah ich plötzlich eine Club-Mütze (eine Mütze mit dem Logo vom 1. FC Nürnberg für Fremde…). Unglaublich, wenn mir das einer gesagt hätte. Dem Japaner versuchte ich zu erklären, dass das mein Lieblings-Verein zu Hause ist. Naja, er hat mir dann eher ein weiteres Shirt gezeigt. Das lag unter Club-Taschen zwischen Liverpool, HSV und RedBull Salzburg Shirts. Irre. Die Nacht habe ich dann in einem Liegesessel in einem Internetcafe verbracht. Zum einen weil der Lonely Planet keine gute Unterkunft hergab, zum anderen weil es gleich neben dem Bahnhof war und schließlich, weil es günstiger war als ein Hostel.

21.10.: Sapporo Dome

Nach einer erholsamen Nacht im Schlafsessel des Internetcafes ging es dann zum Sapporo Dome. Da ist ein Stadion, das sich von einem Baseball-Feld in ein Fussballstadion verwandeln kann und wurde für die WM 2002 gebaut. Da drin gibt es eine Aussichtsplattform, die 53 Meter über dem Boden ist. Der Fussballrasen lässt sich auf einem Luftkissen rein- und rausfahren. Am Nachmittag ging es dann auf das Universitätsgelände von Sapporo, wo eine herrliche Ginko-Allee in herbstlichen Farben geschimmert hat. Am Abend gings dann mit dem Schlafwagen wieder zurück in Richtung Tokyo.

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