Tag 338: Back at home

30.6.: Wieder zu Hause

Heute Nacht hatte ich nicht geschlafen, da ich Angst hatte, den Flieger um kurz vor sechs zu verpassen. So ging es zurück nach Frankfurt. Am Hauptbahnhof wurde dann als erstes das Schließfach geleert und versucht, alles aus den großen Tüten wieder reisefertig zu packen, auch wenn es nur noch ein Katzensprung ist.

Nach Hause sollte es wie auf der ganzen Reise mit öffentlich en Verkehrsmitteln gehen, d.h. kein großer Aufmarsch am Flughafen oder Bahnhof. Vor allem die letzten Kilometer von Ansbach nach Flachslanden im Linienbus, der mich 9 Jahre lang vom Gymnasium nach Hause fuhr, waren speziell.

Blickt man zurück meint man, erst von hier gestartet zu sein, um dann aber im selben Moment festzustellen, was für ein Riesenglück man hat eine solch riesige Menge an einzigartigen Momenten erlebt zu haben.

Ein Riesenglück war es dann auch, zu Hause meine Familie wieder zu sehen und endlich aus den fast schon vollständig durchgewetzten Schuhen zu schlüpfen.

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Tag 332-337: AC/DC in London + Dublin

24.6.: Europa hat mich wieder

Als es in Madrid ans Umsteigen ging, fiel bei der Ankunft der Sicherheitstyp aus fast allen Wolken, warum ich eine 3l Cola-Flasche im Flieger hatte – „Na zum Trinken“ sagte ich, was er seinem unverständlichen Fluchen nach wohl nicht so lustig wie ich fand.
In Frankfurt musste ich dann Gepäck am Hauptbahnhof deponieren, da man am Flughafen bei der Gepäckaufbewahrung keine Tüten abgeben durfte und es mit nur 15 kg weiter nach UK gehen sollte. Da mein Weiterflug von Hahn erst am nächsten Morgen ging, wurde die Nacht in einer Spielhalle verbracht.

25.6.: Ein Traum zerplatzt

Angekommen in London fuhr ich erstmal zum Büro einer Freundin, die ich in Japan am Floating Tori vor Miyajima kennen gelernt hatte und mich bei ihr übernachten ließ, gefahren. Nach einer kleinen Runde durch London trafen wir uns zu einem BBQ und gingen danach in eine Bar. Dort haben wir dann gegen halb zwölf nachts dank einer Armada von iPhone-Nutzern erfahren, dass Michael Jackson gestorben sei. Und das, wo ich mir vor Monaten in einigen Nacht-Sessions in Chile ein Ticket für eines seiner geplanten Konzerte sichern konnte.

26.6.: AC/DC im Wembley Stadium

Nach einem gemütlichen Start in den Tag und leckerem Essen in einem Park machte ich mich auf den Weg, einen Freund aus der Heimat zu treffen, mit dem ich gemeinsam zum AC/DC-Konzert gehen wollte. Sein Flieger hatte aber dramatische Verspätung und so kamen wir leider erst um acht Uhr im Stadion an. Da wir etwas weiter hinten waren, war der Sound dank Echo nicht so toll wie wohl weiter vorne. Mit einsetzender Dunkelheit wurde die Show besser.

27.6.: Transfer nach Dublin

Heute stand nicht viel an, außer von London nach Dublin zu kommen. Das war ja jetzt nicht mehr so das große Abenteuer… Nach meiner Ankunft in Dublin wurde noch eine eigentümliche Parade betrachtet und etwas gegessen.

28.6.: AC/DC am Punchestown Racecourse

Nachdem ich beim letzten Mal etwas später dran war, wollte ich diesmal pünktlich vor Ort sein. So fuhr ich mit dem Bus schon gegen elf Uhr los, der Konzertbesucher direkt zur Pferderennbahn brachte. Es waren schon viele Leute vor Ort, doch eine Schlange, wo sich schon viele aufgereiht hatten, fiel mir ins Auge. Dort angestellt habe ich Armbändchen für den abgesperrten Bereich vor der Bühne bekommen. So war ein näheres Erlebnis gesichert.
Der Platz am Steg in die Menge war klasse. Angus vorbeispringen zu sehen in weniger als fünf Meter Abstand war großes Kino. Das Konzert an sich sowieso, aber besonders der Sound war Spitzenklasse!

29.6.: May the Force be with you!

Heute stand noch eine Stadtführung in Dublin an. Es war ganz interessant, doch eben nix dramatisch Besonderes. Das kam dann erst am Nachmittag. Da ging es ins Trinity College, dessen Long Room der Bibliothek George Lucas als Vorlage für die Jedi-Bibliothek gedient hat. Ansonsten habe ich mir zum Abschluss noch einmal ein dekadentes Menü bei meinem bevorzugten Restaurant gegönnt.

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Tag 331: First Class mit Iberia

23.6.: In der ersten Klasse über den Atlantik

Es war heute mein letzter Tag in Ecuador. Der letzte Tag auf einem fremden Kontinent. Doch dafür hatte ich noch keine Gedanken. Ich hatte von Galapagos aus noch Druckereien beauftragt, mir zwei Meter hohe Banner mit meinen Bildern auf Folie zu drucken. Die Frage war, wie ich die am besten transportieren sollte. Letztendlich entschied ich mich dafür, diese zu Rollen. So hatte die Rolle letztendlich 12cm Durchmesser und war 1,2 Meter lang. 

Dann ging es zum Flughafen, um mich einzuchecken für den Rückflug. Dort musste ich feststellen, dass ich der letzte war, der für den Flug eincheckte – und das über zwei Stunden vor Abflug. Dann wollte die Dame auch noch meine Rolle als Gepäck aufgeben. Zum Glück wurde diese nicht gewogen, da sie über 10 kg wog.

Am Gate hieß es dann warten. Nachdem ich mir ein Wlan geschnappt hatte, wurde mein Name aus unaussprechliche Weise aufgerufen und ich frage mich, wie ich das nur verstanden hatte, da ich ja nicht darauf warte, nach 30 Flügen am Gate ohne Zwischenfall, aufgerufen zu werden. Ich musste aufs Rollfeld, wo mein Koffer nochmal manuell kontrolliert wurde. Ohne Beanstandung. Wieder am Gate drinnen dauerte es nur ein paar Minuten, und ich wurde wieder aufgerufen. Langsam wurde mir schon etwas mulmig. Diesmal wollte man meinen Boarding-Pass sehen. Der Herr heftete kommentarlos einen Zettel dran und gab ihn mir zurück. Erst als ich mir die beiden vergleichend angesehen habe, merkte ich, dass ich ein Upgrade in die 1st Class erfahren habe. Super! Als ich beim Boarden meine Flasche wegwerfen wollte, meinte der bei der Kontrolle, das sei kein Problem, ich soll sie mitnehmen (war ja noch was drin).

Das Flugzeug war leider schon älterer Bauart und hatte noch so ein Telefon, wie sie in Flugzeug-Katastrophen-Filmen aus den 80er Jahren „Hip“ waren. Dafür war der Sessel schon seeehr bequem, riesig und komplett flach zu stellen. Begrüßt mit Sekt wurden erstmal die Beine hochgelegt. Der bereitgestellte Stromanschluss hat mich dann mein Tagebuch weiterschreiben lassen. 

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Tag 321-330: Galapagos Inseln

13.6.: Transfer auf die Galapagos-Inseln

Heute sollte es also auf die Galapagos Inseln gehen. Auf der Fahrt zum Flughafen wollte der Taxifahrer erst einen viel zu hohen Fixpreis vereinbaren. Da ich aber mittlerweile schon dem Spanischen etwas mächtig war, konnte ich ihm das ohne große Widerworte ausreden.
Nach einem Zwischenstopp in Guayaquil bin ich auf San Christobal gelandet. Nach einem doch recht intensiveren Check und dem Zahlen der Eintrittsgebühr war ich überrascht, keine Hotel-Schreier zu sehen. Am Nachmittag habe ich mir dann noch eine Tagestour zum Schnorcheln für morgen gebucht. Auf das Schiff zur gebuchten Tour geht es erst übermorgen.

14.6.: Ein Hai! Und Schildkröten!

Mit dem Boot ging es raus zum „Kicker Rock“. Kurz nachdem es ins Wasser ging, konnte ich einen Galapagos-Hai sehen. Er war leider doch etwas weiter unten und der einzige heute. Dann ging es weiter durch die Felsen hindurch. Auf der anderen Seite konnten dann Meeresschildkröten beobachtet werden.
Beim zweiten Meeresspaziergang habe ich Stachelrochen gesehen. Nach einiger Zeit kamen noch Seelöwen dazu, um mit uns zu spielen. Das war schon der Hammer! An Land hab ich noch Blue-Foot-Boobies, oder auf Deutsch Blaufußtölpel, und Meeresleguane gesehen.
Nach dem Essen am Abend sah ich die im Reiseführer angesprochenen Seelöwen an der Hafenpromenade und auf einigen der Bänken, auf dem ich am Nachmittag selbst saß.

15.6.: Begrüßung an Deck

Heute ging es auf die gebuchte „Boots-Tour“. Wobei dieser Begriff dem Schiff nicht wirklich gerecht wird, es war ein Katamaran mit acht Doppelkabinen. Der erste Ausflug war heute Schnorcheln nahe der Insel „Los Lobos“, wo die Seehunde wieder zum Spielen um uns herum schwammen. Da ich nicht die günstigste Tour gebucht hatte, war das Leben an Bord gut organisiert. Das Programm des folgenden Tages wurde bei hervorragendem Essen vorgestellt.

16.6.: Pures Glück

Nach einer Nachtfahrt ging es auf Espanola mit einer nassen Landung an Land. Dort am Strand lagen die Seelöwen rum wie frisch panierte Schnitzel. Bevor es zum Schnorcheln ging, sprangen wir noch vom obersten Deck, wohl ungefähr etwas über acht Meter hoch, ins Wasser. Neben einigen Fischen im Wasser spielten die Seelöwen wider mit uns. Als ich ich noch am Fotografieren war, waren die anderen schon etwas weiter geschwommen. So schwammen die Seelöwen nur noch um mich allen herum. Das war einfach fantastisch, pure Glücksmomente. Bei einem zweiten Landgang gab es noch ein weiteres Spektakel. Ein paar Seelöwen kamen an Land. Während wir uns nicht bewegten, legte eines dieser Tiere seinen Kopf auf die Füße einer Mitreisenden.

17.6.: Wenige Tiere. Betriebsausflug?

Auf Floreana ging es zur „Post Office Bay“. Da steht eine alte Holztonne, wo Postkarten drin sind. Die Zielstädte werden vorgelesen. Liegt eine in der Nähe des eigenen Wohnortes soll man die mitnehmen und zu Hause absenden.
Am Nachmittag ging es zur „Devil’s Crown“, einem Felsen, der wie eine Teufelskrone aussehen sollte. Auch die versprochenen Haie waren heute beim Betriebsausflug. Die Flamingos waren dafür umso weiter weg und umso weißer.
Das Geschaukel auf dem Weg zur Insel Isabella lag mir heut nicht so. Nachdem wir aber angekommen waren, wurde es besser.

18.6.: Aufzuchtstation von Schildkröten

Das Wetter heute war nicht so der Brüller: Keine Sonne, dafür viele Wolken. Dafür ging es heute erstmal zur Aufzuchtstation. Hier gab es Schildkröten in allen erdenklichen Größen zu sehen. Vom Ei bis zum alten Genossen. Einige haben sich auch live reproduziert.
Dann ging es zur Tränenmauer, wo früher ein Gefängnis geplant war. Bei der Tour am Nachmittag wurden auch wieder keine Haie gesehen, grrr.

19.6.: Letzter Tag an Bord

Heute war der letzte Tag meiner Schiffstour. Schon früh am Morgen mussten wir vor Santa Cruz schon früh am Morgen von Bord. Als erstes ging es zu einem großen Freigehege, in dem Schildkröten leben. Wenn man leise ist, dann ziehen diese auch den Kopf nicht ein. Ansonsten kann man sie auch etwas mit Grünzeug füttern, dann strecken Sie ihn wieder raus. Nachdem wir noch zwei Löcher gesehen haben, die durch Glasblasen entstanden waren, ging es zurück nach Puerto Ayora, wo ich mir noch eine Unterkunft suchen musste. Als diese gefunden war, musste ich mir noch Touren für die nächsten beiden Tage suchen.
Am Nachmittag wollte ich mir den Lonesome George angucken, aber der war leider schon wieder in seinem Eck, wo er nicht gesehen werden kann.