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Tag 255-260: Salar de Uyuni und Besteigung des Licancabur (5930m)

11.4.: Auf nach Bolivien
Zuerst ging es von Salta aus gen Norden nach La Quiaca, dem argentinischen Grenzort. Dort angekommen haben wir uns zu viert mit jeweils einem großen Rucksack in einem Auto in der Größe eines Fiat Panda zur Grenzstation bringen lassen. Dort bin ich dann nach dem Stempel zu Fuß über die Brücke, die mich noch von Bolivien trennte.
Dort habe ich mir erstmal einen Geldautomaten gesucht, um wieder flüssig zu werden. In der Bahnhofshalle habe ich mir dann mein Zugticket gekauft, das mich in guten neun Stunden nach Uyuni bringen sollte. Insgesamt hatte der Zug nur ca. 40 Minuten Verspätung. Da ich mir angewohnt hatte, kein Zimmer im Voraus zu reservieren, machte das die Situation hier nicht wirklich einfach. So sind wir um halb eins nachts angekommen und alles war finster. Die als Hostel ausgezeichneten Häuser waren voll und so lief ich wieder zurück in Richtung Bahnhof. Auf dem Weg dorthin bin ich einer Gruppe Briten begegnet, die einen Zettel hatte, wo es noch was geben soll, und habe mich denen angeschlossen. In dem Hostel herrschte großes Chaos. Wir waren zu sechst, es gab aber nur zwei 2-er Zimmer. Mein Angebot, die zu nehmen und zu sechst drin zu schlafen (jeder hätte gezahlt) wollte die Dame nicht annehmen. Also haben wir beschlossen, das trotzdem zu machen und zu sagen, wir wären nur zu viert. Bei dem kurzen Check der Dame hat sich dann jeweils einer im Bad versteckt. Hat prima geklappt.

12.4.: Freier Tag zum Tourbuchen
Da heute Ostersonntag war, ging hier erstmal nicht viel. Mein Ziel war, heute meine Tour durch den Salar de Uyuni zu holen. Da ich die Gruppe von gestern sehr sympatisch fand, habe ich mich ihnen angeschlossen. Tour gebucht, Tagesziel erreicht.

13.4.: Windowsfehler beim Geldautomaten und Salar de Uyuni
Zuerst musste ich heute Morgen Geld abheben, da die letzten Tage der Automat wegen Ostern geschlossen war. Wir waren glücklicherweise rechtzeitig da, so dass sich bald hinter uns eine Schlange von 40 Leuten aufreihte. Als ich dran war, habe ich den abzuhebenden Betrag eingegeben. Nach meiner dritten Null erschien plötzlich ein Windows-Fehler. Da die angeschlossenen Bank noch geschlossen war, habe ich durch Klopfen versucht, jemanden zum Erklären heraus zu bekommen. Ergebnislos. Doch kurz darauf verschwand der Fehler wieder und ich bekam mein Geld ohne Probleme. Vielleicht hat drinnen ja jemand auf den Knopf gedrückt?
Dann ging es los mit der Tour. Zuerst zum Friedhof der Züge. Hier wurden früher kaputte Züge aus ganz Bolivien repariert. Die Restteile davon stehen heute noch da und rosten vor sich hin.
Dann ging es durch den Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Welt. Es ist schon unglaublich, wie weit es hier nur weiß ist. Die Ränder der fast schon regelmäßigen Vielecke des Salzbodens entstehen durch das Verdunsten des Wassers. Nach ein paar „Funny Pics“ ging es weiter. Der Sonnenuntergang hier war der spektakulärste, den ich je gesehen habe. Da auf dem Salzboden sich eine knapp einen Zentimeter hohe Wasserschicht befunden hat, hat sich die aus so schon sehenswerte Landschaft darin gespiegelt. Irre! Aber schaut’s Euch selber an.

14.4.: Flamingos gucken
Nach einer Nacht in einer sehr rudimentären Unterkunft ging es heute zu einigen Lagunen, um Flamingos anzusehen. Das war auch recht nett, wenngleich ich mir noch ein paar mehr der rosanen Freunde gewünscht hätte.

15.4.: Vorbereiten für die Besteigung des Licancabur
Gegen halb fünf ging es heute schon weiter. Zuerst noch an ein paar Geysiren vorbei, dann sind wir auch schon an einer Thermalquelle angekommen, wo wir uns erstmal in das 34°C warme Wasser gesetzt haben. Kurz darauf sind wir an der Laguna Verde, der grünen Lagune, angekommen. In deren Hintergrund befindet sich der Licancabur. Diesen Vulkan hatte ich mir zum Besteigen ausgesucht. So war für mich die Tour hier beendet und ich ließ mich an einer Hütte absetzen, wo ich den Führen und Essen für die Tour bekommen sollte.
Als erstes habe ich zu Mittag mal wieder ein Lama-Schnitzel bekommen, ehe es am Nachmittag mit einer anderen Gruppe zu einer kleinen Akklimatisationswanderung raus ging. Deren Guide hat mich dann gefragt, ob ich mich nicht ihnen anschließen wolle, was ich angenommen habe.

16.4.: Anstrengender Weg bis auf den Gipfel
Da es nachts recht frisch ist hier, beschloss unser Guide, den Aufstieg mit dem ersten Licht zu beginnen. Es ging auf einem recht mit losen Steinen bedeckten Weg im Zick-Zack nach oben. Gestartet sind wir auf 4600 m, denn weiter konnte das Auto nicht fahren. 100m vor dem Gipfel musste einer der Gruppe aufgeben und machte sich mit dem lokalen Guide auf den Abstieg. Mit Felippe, dem Chilenischen Guide, ging es weiter und nach rund sieben Stunden war ich auf dem Gipfel. 5930m zeigte mein GPS. Auf der einen Seite war das mit Vulkanen durchsetzte Bolivien zu sehen, unterhalb die beiden Lagunen. Auf der anderen Seite Chile mit der tieferen, flachen Atacama-Wüste. Der Abstieg ging dann durch eine Mulde, die mit losen Steinen gefüllt war. Das Hinunter-Surfen war recht anstrengend und Materialfordernd und dauerte drei Stunden. Zum Schluss war ich so fertig, dass ich nur noch lief, ohne dass ich dabei irgendwas denken konnte.

Fotos dazu findet ihr im Album Bolivien.

Tag 250-254: Touren um Salta

6.4.: Auf nach Salta
Heute ging es nach dem Packen zum Busterminal. Von dort ging mein Bus in den Nord-Westen von Argentinien nach Salta. Mal wieder Übernachtfahrt. Diesmal mit bis in die Horizontale neigbaren Sesseln.

7.4.: Hostelfänger sei Dank
Nach meiner Ankunft in Salta hat mich ein Hostelfänger aufgegriffen und ich wurde einquartiert. Eigentlich war es recht günstig direkt aufgegriffen zu werden. Vor Ort hätte ich nämlich anstatt 35 Pesos wie die anderen in meinem Zimmer 55 zahlen müssen. Dann ging es noch kurz mit der Seilbahn den Hügel über Salta hoch. Nett, mehr aber nicht.

8.4.: Erstes Lama-Schnitzel
Da ich nur drei Tage hier hatte und die mit Ausflügen füllen wollte, habe ich ein 3-Tages-Paket im Hostel gebucht. Heute ging es dabei nach San Antonio de Los Cobres, dem Ort, den mein eigentlich favorisierter Zug „Tren a Las Nubes“ anfahren sollte. Der fuhr aber erst im Mai. Gut. Der Bus war recht speziell. Von außen sah er aus wie ein typischer Touribus, doch bei genauerem hinsehen gab es schussicheres Glas zu bestaunen. Wir fuhren also mit dem lokalen VIP-Shuttle.
Zu Mittag angekommen gab es das erste Mal für mich ein Lama-Schnitzel. Hat gut geschmeckt, vom Geschmack etwas strenger als normales Schnitzel. Danach ging es in den Salar, einer Salzpfanne, in der Gegend da. Man konnte einige lustige Fotos machen und in der Gruppe ist macht das natürlich noch mehr Spaß. Auf dem Rückweg wurde die Straße auch noch von ein paar Einheimischen bestreikt. Sie wollen in ihren illegal erbauten Häusern weiter wohnen und sich nicht an die Regeln für alle halten. Das hat uns dann ca. zwei Stunden gekostet.

9.4.: Cachi
Die Tour heute führte mich nach Cachi. Die landschaftlich ansehnlichen Dinge findet Ihr bei den Fotos. Ansonsten waren die Highlights natürlich das Mittagessen sowie mein persölicher „American Beauty-Shot“. So habe ich mich in Mitten der Chili-Schoten gelegt und mich von meinen Mitreisenden mit ein paar bedecken lassen. Scharf!
Am Abend konnte ich dann beim Essen noch ein paar prozessierende Katholiken beobachten, da ja Semana Santa, die heilige Woche, war und Ostern vor der Tür.

10.4.: Valle Cafayate
Meine letzte Tour von Salta aus sollte mich durch das Tal Cafayte in den gleichnamigen Ort bringen. Die landschaftlichen Schätze waren hier noch stärker vertreten als in den beiden anderen Tälern. Mein Highlight war das Schuheklebenlassen in Cafayate. Während die andern der Tour Mittagessen gingen oder irgendwas ansahen, habe ich mich darauf konzentriert, einen lokalen Schuhmacher zu finden, der mir ein weiteres Mal meine ramponierten Schuhe klebt. Das hab ich auch erfolgreich abgeschlossen.

Fotos dazu findet ihr im Album Argentinien.