Tag 10: Planung? Fehlanzeige!

Chinesisches FastfoodHeute wollte ich eigentlich in den Himmelstempel gehen. Doch dort angekommen musste ich feststellen, dass der gesamte Bereich abgeriegelt war und man wegen der Fackelankunft und dem dazugehörigen Rundlauf im Tempel abgesperrt war. Mit einer norwegischen Reporterin bin ich dann zum West-Eingang gefahren, da bei uns nix ging. Dort lernte ich dann mal das Chinesische Organisationstalent kennen. Schon seit Beginn standen um den Platz Gitter, die jedem symbolisierten, wie weit man gehen kann. Brav warteten die Leute dahinter. Irgendwann fiel so einem schlauen Polizisten oder Oberen ein, die Leute noch vier Meter mehr nach hinten hinter ein Absperrband zu schicken. Da standen wir dann auch – zumindest bis der erste Bus zu sehen war. Da wurde dann wieder bis zur ersten Grenze gestürmt. Dass das nur Fotografen für den Tempel waren, kapierte keiner und störte auch keinen. Naja, irgendwann kam dann auch die Fackel vorbei. Sie wurde ohne Feuer nur zur Tür eines Kleinbusses rausgehalten. Super!

Nach ewigem Warten mit tausenden von schaulustigen Chinesen war das dann vorbei und ich machte mich auf die Suche nach der Beijing Sightseeing Bus Station. Dort angekommen konnte man kein Wort Englisch und verschwand dann. Da half mir dann auch meine angequatschte Chinesin, die für mich fragen wollte, nicht weiter. Na toll. Beim Geldabheben traf ich dann zwei andere Deutsche, die eben Geld für ihre Tour abgehoben haben. Prima, da habe ich mir dann gleich mal die Agentur zeigen lassen.

Da ich erst abends mit dem Guide sprechen konnte, ließ ich mir seine Nummer geben und bin dann in ein Chinesisches Fast Food Restaurant gegangen und habe mir ein Chili-Chicken gegönnt. Hat auch prima geschmeckt und hab ich gut vertragen.

Am Abend, oder besser: in der Nacht, habe ich nach einem Anruf der Spanier dann mit dem Guide einen Pick-up-Point sowie Uhrzeit ausgemacht. Da das doch recht früh war, war an eine geruhsame Nacht nicht zu denken.