Tag 130-133: Aufregender Start in Chile

3.12. (1+2): Auf dem „Heimweg“ knapp einer Verurteilung entkommen
Nach einer Nacht ohne Schlaf auf kaltem Fliesenboden, aber immerhin geladenen Akkus, ging es dann nach der Öffnung in die Check-In-Halle. Dort war es wenigstens etwas wärmer und gab Sitzplätze. Nach einem langen Check-In-Prozess ging es zu den Gates und ich muss schon sagen, dass es sich etwas wie „Heimfahren“ angefühlt hat. Komisch. Und das, wo doch noch mehr als die Hälfte der Reise vor mir liegt. Überrascht war ich dann, dass ich mal wieder im Flughafen von Auckland aussteigen durfte. Aber nur, um mein Handgepäck nochmal gecheckt zu bekommen und ein paar Kiwis auszuladen. Dann ging es über den großen Teich und das tolle war, dass im Bordkino sogar die normalerweise kostenpflichtigen Filme freigeschaltet waren – Danke LAN. Der Service war auch hervorragend und so musste ich nicht mal zu meinem vorher besorgten Sandwich kaufen. Das sollte mir dann bei der Landung in Santiago de Chile zum Verhängnis werden. Denn kurz nach dem Abflug hatte ich auf der Zollerklärung angegeben, dass ich keine Lebensmittel anführe. Doch am Flughafen hat sich der echt putzige gleich mal neben meine Tasche gesetzt. Blöd, hatte ich vergessen, dass ich noch ein Sandwich habe. Da frische Lebensmittel (wie Schinken und Käse) in Chile nicht eingeführt werden dürfen, sollte ich vor irgendein Schnellgericht gestellt und bestraft werden. Zuerst sollte ich noch auf meinen Rucksack warten und dann mitkommen. Doch noch nie war ich so froh, dass sich die Flughafen Mitarbeiter so viel Zeit gelassen haben. Da der Hund unruhig wurde, bat sie mich, kurz mal mitzukommen. Heimlich ließ sie mich einen neuen Zettel ausfüllen, dass ich was zu erklären habe, und ließ mich damit entkommen. So entging ich meiner Verurteilung.
Nachdem ich dann am Flughafen mehrere offene Wlans gefunden hatte, um meine letzten Fotos hochzuladen. Dann ging der Flieger in Richtung Punta Arenas. Auf dem Flug machten wir einen Zwischenstopp in Puerto Montt. Leider meinte dann der Vulkan Chaiten, etwas Gas raushauen zu müssen, so dass unser Flieger nicht mehr starten konnte. Dafür mussten wir dann 2 Stunden am Gate warten und kamen immerhin um halb drei nachts in Punta Arenas an.

4.12.: Müde in Punta Arenas
Heute Morgen ging es dann in die Stadt, um ein richtiges Hostel zu finden. Die Nacht war eher in so einer Art Sleeping-Lodge verbracht worden. Klingt super, war aber sehr wackelig und nicht wirklich toll. Dann wurde etwas durch die Punta Arenas gelaufen, Geld abgehoben und ins neue Hostel zurückgegangen. Eingeschlafen bin ich dann auch bald, denn in den letzten drei Tagen hab ich zusammen nur 10 Stunden geschlafen.

5.12.: Endlich Ausschlafen
Nach einer gaaaaaaanz langen Nacht von rund 15 Stunden wurden Tickets für die Busfahrt nach Ushuaia besorgt und Essen eingekauft. Das war’s dann auch schon, denn man muss ja nix übertreiben.

Fotos dazu findet ihr im Album Punta Arenas