Beiträge

Tag 280-284: Von Santiago zum Parinacota

6.5.: Valparaiso & Vina del Mar
Mit Roberto ging es heute nach Valparaiso. Leider machte das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung und so war es etwas bewölkt und recht frisch. Auf einer kurzen Hafenrundfahrt hatte man einen guten Überblick über die Bucht. Überrascht war ich von dem Seelöwen, der es sich auf dem Rumpf eines Schiffes bequem gemacht hatte. Nachdem wir mit einigen Aufzügen gefahren waren, um einen Überblick zu bekommen, ging es am Nachmittag nach Viña del Mar, wo wir den Sonnenuntergang an der Uferpromenade ansahen.

7.5.: Flug nach Arica
Früh morgens wurde ich zum Flughafen gebracht, da ich schon recht bald meinen Flug in den Norden Chiles hatte. Nach dem Finden eines Hostels ging es noch etwas durch die Stadt, um mich dann beim gucken von UEFA-Cup vom TV in den Schlaf singen zu lassen.

8.5.: Erholung
Heute wurde nicht viel gemacht. Erstmal ewig ausgeschlafen. Highlight war heute definitiv das spanische Glücksrad.

9.5.: Tour zum Parinacota
Mit einer Tour sollte es in Richtung Bolivien gehen. So fuhren wir von Meereshöhe in Arica hinauf zu den Zwillings-Vulkanen Payachata, die aus dem Parinacota und dem Pomerape bestehen. Ich habe mich spontan entschieden im Örtchen Parinacota auszusteigen, um dort morgen etwas wandern zu gehen. Untergekommen bin ich beim Kioskbesitzer, der meinte, eine Herberge zu besitzen. Da in dem Ort nur 3 Familien leben, gab es da keine Auswahl. Zu Abend gab es dann Alpaka-Fleisch mit Reis und Kartoffeln. In der Nacht wurde es mir im Schlafsack und fünf Decken darüber dann doch recht frisch. Es war so kalt, dass draußen im Klo das Wasser gefror und in der Tonne zum Spülen eine mehrere Zentimeter dicke Eisschicht war.

10.5.: Gefrorener Atem auf der Bettdecke
Nach einer Unruhigen Nacht, die wohl daher kommt, dass ich von 0 m auf 4500 m an einem Tag gefahren bin, wollte ich heute etwas durch die Gegend wandern. So bin ich dann einem Wanderweg gefolgt, der mich an einigen Lagunen und Weidestellen vorbei brachte. Überrascht war ich, als so ein 5-jähriger Knirps Geld von mir wollte, als ich die Alpakas fotografierte. Ich habe ihn mit einem Bonbon der Fluggesellschaft ruhig gestellt. Insgesamt war es wegen der Höhe und der Sonne dann doch recht anstrengend. Der Sonnenuntergang, in dem die Vulkangipfel rot schimmern habe ich mir aber nicht entgehen lassen. In der Nacht wurde es noch kälter als gestern, so dass meine ausgeatmete Luft direkt auf der Bettdecke fest fror.

Fotos dazu findet Ihr im Album Chile.

Tag 270-279: Mein Highlight – Die Osterinsel

26.4.: Wiedersehen mit René
Als ich heute in Santiago angekommen bin, musste ich mich erstmal eine Stunde für meinen neuen Stempel anstellen. Es war der 11. Chilenische mittlerweile. Als ich endlich damit fertig war und mein Gepäck hatte, habe ich René, der extra aus Deutschland für die Osterinsel angereist ist, am Ausgang getroffen. Obwohl wir uns seit neun Monaten nicht gesehen hatte, war es gleich so wie vorher. Mit ihm und Roberto ging es durch eine kurze Tour durch Santiago. Danach ging es wieder zurück zum Flughafen, da wir um 16 Uhr ja schon auf die Osterinsel flogen. Die Unterkunft war recht einfach gehalten und wir haben es uns in unserer „Grünen Hölle“ gemütlich gemacht.

27.4.: Erste Steinmännchen
Heute stand als erstes eine Wanderung an. Nach rund 6 km sind wir an unserem ersten Ahu, dem Ahu Akivi, angekommen. Es waren nur drei Leute da, die aber bald verschwunden waren. Es war echt herrlich und schön angerichtet: Blauer Himmel und die Steinmännchen. Irre. Darauf habe ich mich so lange gefreut. Nach einigen Fotos ging unser Rundweg weiter und führte uns an einem toten Pferd vorbei. Man hat das gestunken. Unglaublich. Dann kamen wir an einem Loch vorbei, das ca. fünf Meter tief war und unten Palmen und Bananenstauden wuchsen. Danach ging es zu einem Ahu, von dem die Steinmännchen gestoßen wurden und nicht mehr standen. Als wir auf dem Rückweg dann gefragt wurden, ob wir die „Fenster“ gesehen hatten, merkten wir, dass unsere Karte seeehr grob war. Aber wir beschlossen, uns auf die Suche zu machen. Mit Hilfe der uns zuvor fragenden Franzosen haben wir das dann auch getan. Doch um zu den Fenstern, die im Kliff zum Meer hin waren, zu gelangen musste man durch einen Tunnel, dessen Eingang ca. 30 Meter im Landesinneren liegt, kriechen. Zurück in Hanga Roa, der Hauptstadt der Osterinsel, ging es dann zu unserem ersten Sonnenuntergang hinter den Mohais. Unglaublich schön.

28.4.: Der Vogelmann
Auch heute ging es wieder zu Fuß los. Zuerst ging es in Richtung Flughafen, denn dort sollte ein Flieger starten. Wir liefen durch ein eigentlich abgesperrtes Wohngebiet für die Carabinieros, ehe wir bis auf wenige Meter an die Start- und Landebahn gelangt sind. Einen Jumbo so nahe vor einem abheben zu sehen ist in Deutschland nicht möglich. Dann ging es vorbei an alten Wandzeichnungen hinauf auf den Vulkan Rano Kau. In dessen Krater hat sich ein See gebildet. Leider durften wir nicht hinab steigen. Danach sind wir zur Südspitze der Insel gegangen, von wo aus früher die Vogelmänner versuchten, ein Ei von einer vorgelagerten Insel unbeschadet zurück zu bringen. Der Stamm desjenigen, der es als erster schaffte, hatte für das kommende Jahr die Herrschaft über die Insel. An dieser Stelle waren auch viele Petroglyphen, als in Stein gehauene Zeichnungen, zu finden. Dann ging es zu einem weiteren Sonnenuntergang nach Hanga Roa.

29.4.: Regen…
Der heutige Tag war von Regen geprägt. So sind wir nur mal fix einkaufen gegangen. Die gekauften Sachen haben wir dann gleich dazu benutzt, Mittagessen zu kochen. Ansonsten haben wir uns heute etwas mit unseren Ameisen im Zimmer beschäftigt. Bis ich auf die Idee kam, um die Eingangstür mein Insektenspray zu sprühen, das die Tierchen draußen hielt, vergingen einige Stunden…

30.4.: Rano Ranaku
Da heute das Wetter uns viel besser gesonnen war, haben wir uns ein Quad geliehen, um einfacher zu den weiter entfernten Mohais zu kommen. Unser erstes Ziel war der Vulkan Rano Ranaku, die Geburtsstätte der Mohais. Hier stehen ganz viele der Steinmännchen rum und warten darauf, abgeholt zu werden. Auch einige unvollendete stecken noch im Stein. Danach ging es zum Ahu Tongariki, dem wohl größten Ahu. Der war irre breit. Danach ging es zum Strand von Anakena, dem Badestrand der Osterinsel. Am „Nabel der Welt“ konnten wir dann Leute beobachten, die die imaginäre Kraft spüren wollten. Ich habe auch was gespürt. Doch das war die Wärme, die der relativ dunkle Stein von der Sonne erfahren hatte und wieder abstrahlte. Gibt’s ja sonst nirgends, nein….

1.5.: Sonnenaufgang am Ahu Tongariki
Heute Morgen sind wir bereits um halb fünf mit unserem Quad losgefahren, um den Sonnenaufgang am Ahu Tongariki zu erleben. Die fahrt hatte etwas von einem Nintendogame. So gab es schwarze Flecken auf der Straße, die entweder Löcher oder Wasserflecken sein konnten, Pferde, die aus dem Nichts auftauchten oder Windböen. Wenn man dann so dahinbrettert ohne adäquates Licht, muss man sekundenschnell entscheiden – wie genial. Dort angekommen, waren schon andere da, die meinten, sie müssten die Steine bei Nacht anknipsen. So war das mit meinen angedachten Langzeitbelichtungen etwas schwierig. Die Sonne ging leider nicht hinter den Mohais auf, denn das passiert nur im Hochsommer und wir waren ja schon auf dem Weg zum Winter. Am Nachmittag haben wir uns bei etwas Regen von unserer kurzen Nacht erholt. Ein Highlight war mein Besuch bei einer lokalen Haarstylistin. Zum einen waren die Scheren stumpf wie eine Gartenschere, zum anderen war ihre Technik, sagen wir mal, unausgereift. Leider sah man das hinterher irgendwie.

2.5.: Baden im Pazifik
Heute ging es in einer Tour nochmal über die ganze Insel, um an einigen Ahus zu halten, an denen wir mit unserem Quad einfach vorbeigedonnert waren. Dazu ging es in den Krater de Rano Ranaku. Dort standen und lagen noch viele unvollendete Mohais, deren Kopf größer war als ich. Am Nachmittag stand dann das erste Mal Baden im Pazifik für René an. Am Strand von Anakena sind wir dann ins Wasser gegangen. Es war zwar nicht so wirklich warm, aber wo sonst kann man mit Blick auf Mohais baden gehen.

3.5.: Nochmal Regen…
Heute war es nochmal so richtig regnerisch, so dass wir uns heute etwas Entspannung gönnten.

4.5.: Noch mehr Regen zum Abschied
Am Tag unseres Abflugs regnete es noch mehr als je zuvor während unseres Aufenthalts. Wie aus Kübeln! Bei diesem Wetter mussten wir dann auch vom Flughafengebäude ohne Dach über dem Kopf zum Flieger laufen. Auf dem Rollfeld stand das Wasser fast zentimeterhoch. Zurück in Santiago sind wir mit Roberto noch etwas Essen gegangen und René konnte das erste Mal Pisco Sour, eine lokale Spezialität, probieren.

5.5.: Tschüss René
Heute musste ich mich wieder von René verabschieden. Mit einem „Bis in zwei Monaten“ ging er dann zu den Gates. Ich verbrachte meinen Tag dann drinnen und habe ein wenig entspannt.

Fotos dazu findet ihr im Album Osterinsel.

Tag 261-266: Noch ein Stück höher auf den Sairecabur (5992m)

17.4.: Erholung & Valle de la Luna
Eigentlich wollte ich heute in San Pedro de Atacama ausschlafen, was aber leider nicht möglich war, da zwei Mädels in meinem Zimmer um halb vier von einem Bus abgeholt wurden. So war es nichts mit der verdienten Ruhe. Gegen Mittag bin ich dann mal kurz ins Internet. Dabei hatte ich fast vergessen, dass ich ja ins Valle de la Luna fahren wollte, dem Tal des Mondes. Also hab ich mir noch fix ein Fahrrad geliehen und eine Flasche Wasser gekauft und los konnte es gehen. Der Sonnenuntergang war heute nicht so spektakulär, dafür aber umso mehr die namensgebende Landschaft. Es waren lauter kleine Hügelchen, so wie in dem Film von der NASA. Naja, das Mondfahrzeug hab ich leider nicht gesehen. Zurück hab ich dann noch ein paar Sachen für morgen organisiert

18.4.: Sairecabur (5992m) – ein großer Schwindel?
Nachdem das mit dem Licancabur vorgestern so prima geklappt hatte, dachte ich mir: „Warum nicht auch ein 6000er?“. So ging es heute Morgen erstmal zwei Stunden mit dem Auto raus aus San Pedro mit einem Frühstück zwischendurch. Vom Stopp auf 5500 m liefen ich und zwei neue Mitstreiter mit unserem Guide Felippe dem Gipfel entgegen. Die beiden anderen gingen das recht fix an. Bei mir dauerte es etwas länger, denn diesmal hatte ich geliehene Bergstiefel, in denen ich nicht so schnell war. Während die beiden anderen zunehmend Probleme bekamen und Felippe ständig nach der Höhe fragten, genügte bei mir ein kurzer Blick und den Daumen nach oben. Während sich die anderen übergaben machte ich Schritt für Schritt den Weg zum Gipfel. Etwas enttäuscht war ich dann schon, zeigte mein GPS nur 5992 m an, während der Berg mit 6040 m beworben wird. Naja, wem soll ich mehr glauben? Sind 8 m wirklich so wichtig? Ich war jedenfalls oben und die Aussicht war herrlich. Auf dem Abstieg wäre es dann fast noch zu einem kleinen Unglück gekommen, denn die anderen waren so entkräftet, dass einer direkt vor mir gestürzt ist und sich überschlagen hat. Zum Glück nur eine Schramme. Ich war wegen der Schuhe recht langsam, aber topfit. Schneller ging es dann hinab, als wir auf unseren Hintern einen Schneeabhang runter rutschten. Aber so ein Stein dabei unterm Hintern ist kein Vergnügen… Die Fahrt hinab war dann recht rasant, um den sich übergebenden Besserung in einer niedrigeren Höhe zu verschaffen.
Nach einem Essen ging es dann noch auf eine Tour zum Observatorium. Es wurde dort viel erklärt und die Aussicht war natürlich super. So konnte man Alpha Centauri, Orion und vieles Anderes super sehen. Das mit dem Nachts Formel 1 gucken hat sich dann leider zerschlagen, da das nur auf einem Premium-Kanal gekommen ist. Danke auch.

19.4.: Entspannung
Mein heutiges Entspannungsprogramm war, dass ich für ein paar Stunden im Internet gesurft bin, etwas herumgeschlendert bin und lecker gegessen habe.

20.4.: Geysire El Tatio
Früh Morgens um vier wurde ich abgeholt, um zu den Geysiren zu fahren. Ich war ja schon vorher skeptisch, ob mir das gefiel, denn irgendwie kann ich denen nicht so viel abgewinnen. Gut, hab ich mir die halt mal angesehen. Es gab ein paar nette Fotos, aber ich glaube, wenn ich ausgeschlafen hätte, hätte ich nicht viel verpasst.
Zurück ging es von San Pedro de Atacama in Richtung Santiago de Chile. Da dies wieder mal eine 24-Stunden Nachtfahrt mit dem Bus war, gab es viel Zeit zum Nichtstun.

21.4.: Santiago
Nach meiner Ankunft im Busterminal habe ich eine Freundin angerufen, bei der ich unterkommen solle. Nachdem sie mit der Uni fertig war für heute, sind wir mit ihrem Bruder etwas durch die Stadt gefahren und im Anschluss in eine Bar gegangen. Schon hier musste ich feststellen, dass Inka Cola eher schmeckt wie aufgelöster Kaugummi und auch Pisco das Zeug nicht besser werden lässt.

22.4.: Stadtbesichtigung
Nach einer langen Nacht hat mir Roberto heute etwas von der Stadt gezeigt. So ging es als erstes in einen Park hoch zu Bella Vista. Ein super Aussichtspunkt über Santiago, wo der Papst Johannes Paul II mal eine Messe gehalten hat. Mittag wurde dann in einer Markthalle gefunden und am Nachmittag musste ich feststellen, dass um 18 Uhr in Santiago alle Geschäfte dicht sind.

Fotos dazu findet Ihr im Album Chile.

Tag 219-238: Ausreisen für neuen Stempel

6.3.: Mit dem Bus nach Rio Gallegos
Heute sollte es also in Richtung Rio Gallegos in Argentinien gehen, um einen neuen Stempel für Chile zu bekommen, denn die 90 Tage waren am ablaufen und hätten nicht ausgereicht bis zum Ende meines Praktikums. So ginge es mit dem Bus für ca. fünf Stunden nach Rio Gallegos. Es liegt zwar nur minimal weiter nördlich, doch war es hier wesentlich wärmer als in Punta Arenas, was echt angenehm war. Für den Abend hatte ich nichts geplant und wollte eigentlich Essen gehen. Tja, die Preise haben mich dann nicht überzeugt und ich hab mir ein Sandwich im Supermarkt geholt. Die Nacht wurde im einzigen Hostel der Stadt verbracht.

7.3.: Wenigstens zum Friseur bin ich gegangen
Da mein Bus erst um ein Uhr fahren sollte, habe ich beschlossen, um wenigsten etwas sinnvolles hier zu machen, zum Friseur zu gehen, da es doch schon etwas wucherte. Dann ging es wieder in den Bus und nach weiteren fünf Stunden war ich zurück in Punta Arenas mit einem neuen Einreisestempel und neuen 90 Tagen für Chile.

8.-25.3.: Die letzten Tage meines Praktikums – Countdown für die Weiterreise
Die letzten Tage meines Praktikums wurden dann zunehmend stressig, da noch viele Aufgaben zu erledigen waren. Hinzu kam, dass andere Praktikanten vor mir gefahren sind, die ihre Aufgaben praktisch mit ihrem letzten Tag fertig gestellt hatten und ich diese dann online bringen sollte. So wurden die letzten Arbeitstage recht arbeitsreich und mir bleib eigentlich keine Zeit meine Reise zu planen. Immerhin konnte ich weitere Flüge bereits hier buchen. Auch mit dem letzten Tag hatte ich mein Paket fertig gepackt, das ich nach Hause schicken wollte.

Fotos hierzu findet ihr im Album Argentinien.

Tag 205-218: Isla Magdalena 2

20.-27.2.: Schlafen???
Die ersten beiden Nächte nach dem Rennen gab es für mich lediglich 90 Minuten Erholung auf dem Schreibtisch, denn es kam immer irgendwas dazwischen. So kam ich in der zweiten Nacht nach dem Rennen gegen 1 Uhr in unser Haus, wo eine Party lief. So weit ja alles in Ordnung, bis jemand fragte, wer denn eigentlich eine der Rennteilnehmerinnen um fünf Uhr zum Flughafen fährt? Sie meinten zwar, es würde sich schon jemand finden, doch irgendwie hab ich mich nicht wohl dabei gefühlt und mich entschieden, das selbst in die Hand zu nehmen, denn ich wusste ja, dass ich nix getrunken hatte.
Nach diesem nächsten Tag aber gönnte ich mir dann aber gemütliche 15 Stunden Schlaf am Stück, was sehr erholsam war. Ansonsten stand in der Woche natürlich die Nachbereitung des Rennens an.

28.2.: Viel weniger Pinguine
Heute wollten ein paar aus unserem Büro sowie Michael und Lydia zu Isla Magdalena fahren. Zwar war ich schon einmal dort gewesen, doch war ich interessiert, wie sich die Lage verändert hat, da die Pingus ja weiter gewachsen waren. Vor Ort also angekommen, war klar zu sehen, dass schon viele verschwunden waren. Da es recht windig war, sammelten sich die Pinguine in Gruppen in etwas geschützteren Bereichen. Auch die jungen Pinguine hatten nur noch ein bisschen ihres Flausches an sich.

1.-5.3.: Arbeiten…
In diesen Tagen wurde nur gearbeitet und es ist nichts Aufregendes passiert. Sorry.

Fotos hierzu findet ihr im Album Punta Arenas.

Tag 198-204: Wenger Patagonian Expedition Race 2009

8.-14.2.: Start ins Rennen
Heute ging es also los mit der Eröffnungsfeier. Hier waren nicht nur die Teams anwesend, sondern viele Sponsoren, Offizielle der Stadt und des Landes sowie Unterstützer und Helfer. Für mich ging es dann gleich weiter zur Teamsitzung, um den Teilnehmern eine Einführung in unsere Spot Satellite Messenger zu geben, mit denen wir sie verfolgen können. Danach ging es wieder ins Büro, um auch für den Start in 24 Stunden bereit zu sein. In der zeit können die Teams ihre ausgehändigten Karten studieren und sich vorbereiten. Unser Office war dann mein hauptsächlicher Aufenthaltsort, da der Chilenische Webmaster die Seite erst am Abend der Eröffnung mit einigen Lücken online gestellt hat und nicht wie angekündigt zwei Wochen vorher. Dazu war ich ja gespannt, ob mein System im Live-Einsatz auch so funktioniert wie gedacht. Es stellte sich glücklicherweise bald heraus, dass meine Bedenken unbegründet waren. So vergingen die ersten Tage des Rennens, in denen dann ein wichtiges verlegtes Netzwerkkabel den Geist aufgab oder irgendetwas anderes passierte.

15.2.: Jetzt geht’s auch für mich los
Heute sollte es also auch für mich heißen: Raus aus dem Büro, ab in die Natur. Und so ging es nach einer langen Nacht im Büro mit einem herrlichen Sonnenaufgang auf dem Nachhauseweg los. Nach kurzer Ruhe wurde der Rucksack auf eines der schon fertig geladenen Autos gepackt und dann ging es Los in Richtung Mini-Hafen, wo unser Gepäck auf ein kleines Fischerboot verladen wurde. In den vielen blauen Tonnen wurde Essen und Ausrüstung für das finale Lager mitgenommen. Gegen halb ein Uhr nachts sind wir dann bei Cabo Froward angekommen und mussten erstmal das Lager für die Journalisten und die Organisation sowie im Anschluss für uns aufbauen, um irgendwo schlafen zu können. Das war dann bei mir so gegen halb fünf morgens.

16.2.: Ankunft der Sieger
Heute stand nach einer kurzen Nacht dann erstmal Warten auf dem Programm, denn den letzten Punkt des führenden Teams hatten wir zuletzt vor einiger Zeit bekommen. Am Nachmittag bin ich dann mit ein paar anderen zum ersten Mal zu Cabo Froward aufgestiegen. Dort steht ein ca 30m hohes Kreuz, das den südlichsten Punkt des Festlandes Amerikas markiert. Als wir uns dann schon auf die Nacht eingestellt hatten, hieß es plötzlich, dass das erste Team nur 5 Minuten vom Camp entfernt ist. Da das Ziel oben am Kreuz war, was normal ca. 45 Minuten Fußmarsch hinauf sind, musste es ganz schnell gehen. Also wurde die Kamera gepackt und losgehetzt, denn es musste oben noch etwas vorbereitet werden. Kurz nachdem wir die Rennuhr aufgestellt hatten waren sie auch schon am Ziel angelangt. So gewann das Team Helly Hansen-Prunesco aus Großbritannien das Wenger Patagonian Expedition Race 2009. Auf dem Weg nach unten und in ihr Lager hab ich die vier Sieger begleitet und man konnte ihre Begeisterung und Euphorie richtig spüren. Als sie dann ums Lagerfeuer saßen und Geschichten von ihrem Abenteuer erzählten, wurden nebenbei ein paar Blessuren, die nicht weiter schlimm waren gezeigt.

17.2.: Nächstes Team am Ziel
Heute hab ich etwas ausgeschlafen und so das Frühstück verpasst. Mist. Naja, es gab ja dann auch irgendwann Mittag. Die Zeit wurde wiederum mit Warten auf das nächste Team verbracht. Diesmal mussten wir aber nicht bis nachts warten, denn sie kamen schon früher. Wiederum hieß es ab nach oben und das Ziel vorbereiten. Als zweites Team erreichte das Team Easy Implant aus Frankreich das Ziel. Beim Zusammensitzen im Team-Lager konnte man sehen, dass einige doch schon ganz schöne Blessuren davon getragen haben.

18.2.: Zum 5. Mal auf nach Cabo Froward
Heute wurde ich mitten in der Nacht von einem „Arriba! Arriba!“, also einem „Nach oben!“ geweckt. Es war also das dritte Team im Anmarsch. Wegen der frühen Zeit von halb sechs waren anfangs nicht wirklich viele auf den Beinen. Oben wurde dann alles vorbereitet für die Zielankunft. Währenddessen gab es einen sehr sehenswerten Sonnenaufgang zu sehen. Gegen sieben Uhr erreichte das Team Spirit Canada bei bestem Wetter das Ziel. Auch der Weg mit dem Team ins Lager hinab war herrlich und ich konnte ein paar schöne Bilder schießen.
Wieder unten, gab es dann endlich Frühstück für mich. Es war noch ein Team unterwegs, doch es wird wohl noch mindestens einen Tag dauern, bis sie hier sein würden, wie man an ihren letzten Koordinaten abschätzen konnte. Am Nachmittag bin ich dann zum fünften Mal mit ein paar Fotografen zum fünften Mal hinauf zum Kreuz gelaufen, um mir etwas die Zeit zu vertreiben. Diesmal wurde das Kreuz auch bestiegen. Man hatte eine echt super Aussicht oben, aber auch der Ausflug in den seitlichen Arm des Kreuzes hatte etwas ganz Besonderes, denn man steht nur auf ein paar Stahlrohren.
Während im Anschluss alle anderen wieder hinab gegangen sind, wollte ich noch etwas oben bleiben, um nicht noch einmal hochlaufen zu müssen, sollte das letzte Team am Abend ankommen. Also hab ich es mir im aufgebauten Zelt neben dem Kreuz auf meinem 30x30cm Sitzkissen bequem gemacht und Musik gehört. Als ich dann hinab gehen wollte, hatte es angefangen zu regnen, was den Abstieg auf dem ausgetretenen Pfad nicht unbedingt sicherer gemacht hat. Daher wollte ich jetzt nicht aus dem Zelt. Also fiel irgendwann die Entscheidung, über Nacht hier im Zelt zu bleiben. Das ungünstige war jedoch, dass ich keinen Schlafsack dabei hatte und so nur auf meine Klamotten angewiesen war. Immerhin hatte ich nen Kocher und Nudeln dabei, die ich mir mit Tomatensauce kredenzte. Es wurde auch immer windiger, so dass sich die Stäbe des Zeltes bogen. Wegfliegen konnte es aber nicht, denn es stand ja noch die Rennuhr mit im Zelt.

19.2.:Frostige Nacht mit Schneefall
Heute war die Nacht sehr unruhig, was zum einen am Wind lag, zum anderen an den frostigen Temperaturen. Als ich mal herausgesehen hab so gegen halb sieben, sah ich, dass Schnee fiel. Und das auf nur 376m ber Meeresspiegel und im Sommer. Irre. Als dann die Sonne herausgekommen war, konnte man die ganze Pracht sehen. Der gegenüberliegende Hang war komplett schneebedeckt. Zum Frühstück gab es dann Nudeln mit Spargelsoße. Die war aber recht streng, denn das mitgenommene Wasser neigte sich zu Ende und reichte nicht mehr für normal nötige Menge. Aber es war wenigstens warm und beim Kochen konnte ich mir meine Füße und Strümpfe über dem Topf wärmen bzw, trocknen.
Da es heute wieder zurück nach Punta Arenas gehen sollte, machte ich mich so gegen halbeins auf den Weg hinab ins Lager. Hierbei hab ich schon von weitem eine große Fähre gesehen, was ich Stjepan weiter gefunkt habe, denn normal wollten sie mit mehreren kleinen Booten das gesamte Gepäck und Ausrüstung zurückbringen. Da ist so ein Riesenkahn mit einer richtigen Heckklappe viel einfacher zu beladen und es herrscht kein Platzproblem. Tja, leider kam ich dafür etwas zu spät unten an, und musste mit ein paar anderen auf ein weiteres kleines Boot warten. Dafür konnte ich da ein paar Pinguine neben uns schwimmen sehen, ja sogar einen Seelöwen.
Am Abend sollte dann die Siegerehrung sein. Kurz vorher empfingen wir vom letzten Team, von dem wir nichts gehört und gesehen hatten noch einen Notruf. Da sie etwas verletzt waren, wurde ein Helikopter losgeschickt, um sie zurückzubringen. Sie waren nach einem kurzen Check im Krankenhaus dann auch bei der Feier einmarschiert in ihren blauen Krankenhausüberziehern an den Füßen.
Während einige noch das Rennen in einer lokalen Disco feierten, mussten einige Teilnehmer zum Flughafen gefahren werden, da sie Flüge früh morgens gebucht hatten.

Fotos vom Patagonian Expedition Race findet ihr hier.

Tag 183-197: Pinguine satt und Countdown für das Rennen

24.-25.1.: Pinguine, Pinguine, Pinguine – soweit das Auge reicht
Dieses Wochenende wollte ich das letzte Mal vor dem Rennen etwas Touristisches zum Ansehen geben, das mir noch fehlt. Also bin ich mit einer anderen Praktikantin zur Isla Magdalena, einer Insel, die nur von einer Pinguin-Kolonie besetzt ist, gefahren. Der Ausflug sieht so aus, dass man zwei Stunden im gefühlten Schneckentempo mit einer Fähre, die natürlich kein Auto geladen hat – es gibt dort keine Straßen) zur Insel fährt, dann eine Stunde sich Pinguine anguckt und dann wieder dieselbe Zeit zurück fährt.
Schon von weitem kann man die Insel sehen mit dem Leuchtturm an ihrem höchsten Punkt und es steigt die Freude, endlich eine riesige Pinguin-Kolonie mit etwa 300.000 Stück sehen und betreten zu können. Endlich an Land, weiß man gar nicht, wo man zuerst hinsehen und fotografieren soll. Überall laufen sie herum. Um ins Meer zu gelangen, müssen sie den durch Schnüre abgespannten Weg queren. Einige haben auch gar keine Lust, zu ihrem Platz zurück zu gehen und pflanzen sich einfach mal auf den Weg.
Wenn man nach einiger Zeit am Leuchtturm angekommen ist, kann man die gesamte Insel überblicken. Es waren richtig richtig viele Pinguine hier, wenn man aber auch gesagt bekam, dass einige schon die Brutstätte verlassen haben. Nach gut einer Stunde peitschte uns unser Guide zurück aufs Schiff, um wieder nach Punta Arenas zu fahren.

26.1.- 7.2.: Vorbereitung auf das Rennen
In der vierten und fünften Praktikumswoche ging es recht turbulent zu. Die Anzahl, der Praktikanten und Helfer, die teilweise nur für die Dauer des Rennens hier waren, stieg auf etwa 50 und alle tummelten sich im Büro bzw. bei ihrer jeweiligen Arbeit. Auch wenn der Startschuss zur siebten Auflage kurz bevor stand, ging unser Chilenischer Webdesigner die Sache mit der nötigen Ruhe an. Das war zwar so nicht geplant und vereinbart, aber was will man dagegen tun. Ich selbst war damit beschäftigt, das Live Tracking, also das Verfolgen der Teams online anhand von mitgegebenen Spots (www.findmespot.com). Das sind normal Satelliten Geräte, die vier Tasten haben und vor allem für Extremreisende, Wanderer und sonstige Outdoor-Aktivitäten (vor allem in Gegenden ohne Mobilfunkabdeckung) sehr sinnvoll sind. So kann man drei verschiedene Arten von Nachrichten über das Satelliten-Netzwerk absenden. Das beginnt bei einem OK und einem Hilferuf, die an hinterlegte Email-Adressen und per SMS rausgeschickt werden, bis zum Notruf, bei dem durch Spot alarmierte Rettungskräfte eine Bergung organisieren.
In einigen Nachtschichten (am Tag war hier so viel los und so viele Fragen zum Netzwerk und PCs an mich gerichtet, dass konzentriertes Arbeiten nicht möglich war) wurde das System rechtzeitig und voll funktionstüchtig fertig gestellt. Zwar litt mein Schlafpensum etwas darunter, doch wollte und konnte ich eine mögliche Verzögerung nicht hinnehmen.

Fotos hierzu findet ihr im Album Punta Arenas.

Tag 164-182: Beginn meines Praktikums

5.1. Beginn meines Praktikums
Heute begann also mein Praktikum. Wie ich es aus Deutschland kannte, wollte ich nicht zu spät, aber auch nicht zu früh im Büro sein. Das endete damit, dass ich um halb neun morgens vor dem Tor stand. Doch halt, warum ist es geschlossen? Naja, erstmal ein wenig warten. Gegen neun Uhr kam dann die erste Angestellte und so ging es dann hinein. Sie waren ganz überrascht dass ich schon heute gekommen bin. Sie hatten erst irgendwann im Laufe der Woche mit mir gerechnet.
Meine Chefs waren noch nicht da, denn sie waren noch in der Natur unterwegs, um die Route zu testen und endgültig festzulegen. Es war heute praktisch das erste Mal, dass ich wieder viel Spanisch sprach. So weit das halt geht. Am Nachmittag habe ich dann meine Taschen, die noch im Hostel waren, in das bereitgestellte Haus für die Praktikanten migriert.

6.-9.1. Erste Praktikumswoche
In der ersten Woche habe ich mal eine Bestandsaufnahme der Website gemacht und versucht, den Chilenischen Designern ein paar Tipps zu geben. Hat auch gut geklappt und so kam ich immer besser ins Spanische hinein.

10.-11.1.: Wochenende auf Chilenisch
Heute Abend sollte es mit einigen anderen Praktikanten in die lokale Disco gehen. Dort trat eine Coldplay-Coverband für ca. eine Stunde auf. War ganz witzig, wie sie manche Songs interpretiert haben mit ihrem Spanischen Akzent.
Am Sonntag wurde nicht wirklich viel gemacht. Wir saßen im Wohnzimmer, unterhielten uns und so war der Tag auch schnell vorbei.

12.-16.1. Zweite Praktikumswoche
Nachdem gegen Ende letzter Woche Ann und Stjepan, die Organisatoren und Leiter von Nomadas Outdoor Services, wieder zurück waren, bekam ich einige kleinere Aufträge zugeteilt. Ich begann damit, das Redesign der Webseite mit dem lokalen Webdesigner zu koordinieren.

17.-18.1. Zum Fischen am Rio Canelo
An diesem Wochenende stand ein Ausflug mit Carloz, einem Praktikanten aus den Vereinigten Staaten, sowie Anibal, einem Chilenischen Praktikanten, an. Wir fuhren mit einem gemieteten Auto zum Rio Canelo. Carloz hat seine Angeln fürs Fliegendfischen mitgebracht, doch irgendwie wollte keiner der Wasserbohner so richtig anbeißen. Die Natur war natürlich sehr beeindruckend. Selbst die mir aus Tierra del Fuego bekannten, vom Winde verwehten Bäume waren hier zu finden. Selbst ein Fuchs lief neben unserem Auto her.

19.-23.1. Dritte Praktikumswoche
In dieser Woche wurde deutlich, dass das Rennen kurz bevor steht. Es kamen quasi täglich mehr Leute, die während der Vorbereitung und während des Rennens uns helfen sollte. Daneben hatte ich das erste Treffen mit dem Webdesigner hier. Er spricht auch Englisch, was es etwas einfacher macht, technische Details mitzuteilen. Wie ich an seinen bisherigen Seiten sehen konnte, habe ich gleich gemerkt, dass hier noch ein paar kleine Lücken zu schließen sind, was aktuelles Webdesign betrifft. Natürlich habe ich ihm gezeigt wie das funktionieren kann und Beispielseiten für seine Umsetzung zusammengestellt.

Fotos hierzu findet ihr im Album Punta Arenas.

Tag 160-163: Letzte Erholung

1.1.: Besuch des Friedhofs – Ein guter Start ins neue Jahr?
Heute wurde trotz der langen Nacht nicht ausgeschlafen, denn es sollte zum feierlichen Neujahr mit anderen Hostel-Gästen zum Friedhof gehen, der hier besonders sehenswert sein soll. Wir gingen nicht durch die mächtige Haupforte, sondern durch einen Hintereingang. So kamen wir zuerst bei den kleinen Gräbern vorbei die wie Wohnblocks aussehen. Von außen sieht man kleine Räume, in die individuell Andenken und letzte Grüße gepackt werden. Dahinter befindet sich dann der Leichnam bzw. die Urne. Mein Favorit war ganz klar der rockende Nikolaus. Stark angesagt war, zu Weihnachten Karten an die Fenster zu kleben, die ein Liedchen spielen. Da Weihnachten schon ein wenig her war, gab es einen Mix aus quietschigen Tönen von sich dem Ende zuneigenden Batterien bis hin zu richtigen Brüllwürfeln. Danach ging es zu Fuß zum Mirador von Punta Arenas, der auf dem Hügel über der Stadt liegt. Am Abend ging es dann in eine Pizzeria, deren Küche aber noch Potential nach oben hat…

2.1.: Movietime
Heute wurde eigentlich nichts gemacht, außer Sport, Blockbuster und so. Fox, HBC, NBC lassen grüßen. Am Abend ging es dann zum Essen ins gegenüberliegende „La Luna“, wo ich mir ein Steak gönnte.

3.1.: Fotos sortieren
Heute wurde ein wenig Fotos der letzten vier Wochen sortiert. Am Abend wurde gekocht. Leider hatte ich mich irgendwie verkalkuliert und anstatt eine große Portion für mich zu kreieren habe ich für eine 5-köpfige Familie gekocht… Naja, lecker war’s aber immerhin.

4.1. Noch einmal etwas entspannen
Heute… hab ich da was anderes gemacht als gestern… hm… Ja, Nudeln.

Fotos hierzu findet ihr im Album Punta Arenas.

Tag 154-159: NP Torres del Paine

26.12.: Auf zum Glaciar Grey
Heute Morgen ging es nach einer kurzen Nacht (es musste ja umgepackt und nur das Wanderzeug mitgenommen werden) mit dem Bus von Puerto Natales in Richtung Torres del Paine. Schon kurz nach dem Start gab es einen Regenbogen, der eine unheimliche Intensität hatte, so dass sogar der violette Streifen gut zu sehen war. Nach dem am Eingang der Eintritt entrichtet wurde, ging es zur Anlegestelle des Katamarans über den Lago Toro zum Campamento Pehoe. Von dort ging es in Richtung Glaciar Grey und dem dazugehörigen Campingplatz. So ging es für die nächsten 3,5 h das Tal entlang. Nach der Ankunft wurde erstmal das Zelt aufgebaut. Da es regnete und es keinen Unterstand gab, wurde fix gekocht und dann im Zelt das Nachtlager bezogen.

27.12.: Wie kann man nur?
Heute sollte es in Richtung Paso Garner gehen. Jedoch wollten wir ihn nicht überqueren, sondern nur einen herrlichen Ausblick über den Gletscher bekommen. Nach ca. 2,5 h einfach waren wir kurz vor dem Campamento Paso, als es zu schneien begann. Da wir schon ein „Sonnenfenster“ von ca. ner Stunde hatten und es ansonsten geregnet hatte, ging es zurück zum Campamento Grey. Auf dem Rückweg haben wir dann einen Wanderer getroffen, der schon seit über 11 Stunden unterwegs war, nichts gegessen und getrunken hatte. Für mich grenzt das an Verlust des gesunden Menschenverstandes, denn wie startet man eine lange Tour ohne genügend Essen und weiß dann nicht mal, dass man das Wasser aus Bächen trinken kann. Wir hatten nichts zu essen mit, das wir ihm geben konnten, da für uns das ja nur ein kleiner Spaziergang war. Am Abend wurde wieder mit dem Gaskocher ein Essen zubereitet und dann sich ausgeruht.

28.12.: Azzuro?
Heute sind wir nach einer weiteren regenreichen Nacht recht früh aufgewacht. Nachdem Zusammenpacken ging es in Richtung Campamento Italiano. Es war sehr windig, was das Finden der richtigen Kleidung nicht einfach machte. Zum einen sind wir recht fix unterwegs gewesen, was einen zum schwitzen brachte, anderseits gab es heftigen wind. Ich selbst habe mich dann entschieden, nur mit T-Shirt, Handschuhen und Mütze zu laufen. Idealerweise wäre hier ein Rad-Trikot gewesen, das vorne eine Windstopper-Membran hat und hinten atmungsaktiv ist. Hatte ich aber nicht. Nach einer kurzen Teepause am Lago Pehoe ging es in weiteren zwei Stunden zum Campamento Italiano. Da dies einer der wenigen Zeltplätze ist, wo kein Service geboten ist und man nichts kaufen kann, zahlt man auch nichts für einen Campingplatz. Nach einem schicken Dinner wurde es sich wieder in den Schlafsäcken gemütlich gemacht.

29.12.: Valle de Frances
Heute Morgen ging unsere Wanderung erstmal mit leichtem Gepäck, d.h. nur mit Foto und Getränk das Valle de France, dem Tal der Franzosen (warum auch immer das so heißen mag), hinauf. Der zweite höher gelegene Aussichtspunkt war unser Ziel. Auf dem zweieinhalbstündigen Weg dorthin stapften wir durch kleine Schneefelder, bevor wir auf dem äußerst frostig-windigen Mirador angekommen waren. Immerhin kam kurzzeitig die Sonne hervor, was einen herrlichen Regenbogen in das Tal zauberte. Da es aber trotz Jacken sehr frisch war, ging es bald wieder hinab und zurück zu unserem Zelt.
Dort wurden dann erstmal die restlichen Sachen in den Rucksack gepackt ehe man sich auf den Weg zum Campamento Los Cuernos machte. Dort angekommen war natürlich der nie wirklich ganz verschwundene Regen wieder zur Stelle, als es ans Zelt aufstellen ging. Das war hier nicht ganz so einfach möglich, da man sich am Hang einen Platz suchen musste, der relativ gut geeignet ist.

30.12.: Sehen oder nicht sehen? Sehen!
Heute sollte es zum Campamento Torres gehen, was eine schöne Strecke zum zurücklegen ist. Mehr als 20 km. Der Rucksack wiegt insgesamt an die 15 kg, da ich ja nicht auf Foto oder irgendetwas verzichten wollte. Lediglich der Laptop blieb schon vorher in Puerto Natales. Nachdem wir „ums Eck“ gegangen waren, zog es etwas auf und die Sonne kam hervor. Auch wenn uns die Leute am Refugio Chileno noch mit traurigem Blick entgegen kamen, da sie die Torres nicht gesehen hatten, war für uns die Hoffnung noch nicht begraben. Als wir dann am Campamento Torres angekommen waren, konnten wir schon einen der Torres sehen, wenngleich auch noch etwas bewölkt. Also wurde fix das Zelt aufgeschlagen und dann ging es die felsige Moräne hinauf zum Mirador Torres. Nach rund einer Stunde wurden die letzten großen Felsbrocken überquert und wir konnten doch tatsächlich alle drei Torres sehen. Unter ihnen lag eine herrliche Lagune. Nach einigem Warten zog es zudem noch etwas mehr auf, was die Aussicht natürlich verbesserte. Da das Ziel jedoch war, die Torres zu Sonnenaufgang zu sehen, ging es wieder hinab, um Abend zu essen und dann schlafen zu gehen.

31.12.: Juhu, die Torres beim Sonnenaufgang
Heute Morgen klingelte der Wecker schon um vier Uhr. Es hieß aufstehen, Sachen einpacken und dann ein weiteres Mal hinauf zum Mirador, um den Sonnenaufgang dort zu erleben. Leider kam es zu keinem rosa Schimmern der Torres, doch nichtsdestotrotz bot sich ein herrliches Spektakel in alle Richtungen, in die man sah. Vorne die Torres, hinten das Tal. Die warmen Farben der Aufgehenden Sonne ließen die Felsen in einem gelb-goldenen Licht erstrahlen. Was für ein Glück nach 4 Nächten Regen und in der letzten Nacht sogar etwas Schnee. Nachdem die Sonne weitergezogen war, machten wir uns auf den Weg hinab, um unsere Sachen für den Rückweg zu packen. Nach dem Frühstück ging es zurück zur Hosterias Las Torres, von wo aus wir mit einem Minibus zum Parkausgang fahren wollten. Doch dort kam dann für die nächsten zweieinhalb Stunden kein Minibus und so beschlossen wir zum Parkausgang zu wandern, was weitere 9 km bedeutete. Doch wurden wir auf der Strecke mit einigen herrlichen Ausblicken belohnt, auch wenn die Torres schon wieder hinter Wolken verschwunden waren. Nachdem wir unseren Bus zurück nach Puerto Natales genommen hatten und dort angekommen waren, habe ich mich auf die Suche nach einer Rückfahrmöglichkeit nach Punta Arenas umgeschaut. Glücklicherweise bin ich an einem Büro eines Busunternehmens vorbeigekommen, die in einer guten Stunde starten wollten. Also fix das Ticket gekauft um Silvester in der Stadt zu verbringen, in der ich die nächsten drei Monate bleiben sollte. Angekommen bin ich dann in dem Hostel, in dem ich noch ein paar Sachen deponiert hatte, so gegen 22:45 Uhr und habe erstmal eine ausgiebige Dusche gegönnt. Danach habe ich mich erkundigt, wie hier so das Jahresende gefeiert wird. Wie mir gesagt wurde, gibt es kein Feuerwerk oder so, sondern man feiert zu Hause. Nichts leichter als das, wenn man in einem Hostel ist. Da für mich der Tag schon recht lange war, bin ich nach fast 24 Stunden, über 30 km Wandern, 4 Stunden Busfahrt doch recht müde ins Bett gefallen.

Fotos aus dem NP Torres del Paine findet ihr hier.

Tag 150-153: Fahrt gen Süden mit der Navimag

22.12.: Erster Abend auf See
Heute Morgen wurde erstmal meine persönliche Bordküche und Minibar aufgefüllt, so dass ich beruhigt auf das Schiff gehen konnte. Das Gepäck hatte man zuvor schon beim Check In abgegeben und wartete nach dem Boarding schon auf einem in seinem Bett. Doch bis wir ausliefen, durften wir noch etwas warten und die Aussicht bei momentan noch ganz gutem Wetter genießen. Interessant war dabei zu sehen, wie auf dem Schiff nebenan die Toiletten gereinigt wurden: Einfach mal mit dem Hochdruckreiniger draufhalten. Dann wurde der Anker gelichtet und das Schiff machte sich auf den Weg gen Süden. Nach einer Unterweisung und dem ersten Essen an Bord sah ich einen Sonnenuntergang von dem ich die nächsten Tage zehren sollte, denn so gut wie heute wurde das Wetter leider nicht mehr.

23.12.: Eine Seefahrt, die ist lustig…
Der Morgen war recht unspektakulär, das Essen auf frühem Jugendherbergsniveau, aber so was kann meine Stimmung nicht in den Keller bringen. Der Wellengang ab 16 Uhr in Pazifikgewässer mit entsprechenden Folgesymptomen hatte da schon mehr Chancen. Mir wurde zwar etwas mulmig, was aber daran lag, dass ich schon lange nichts mehr gegessen hatte. Nach dem Abendessen, zu dem Spaghetti serviert wurde, war aber jegliches anfängliches mulmiges Gefühl verschwunden. Bei mir hatte sich das ganz normal gelegt, während andere sich bei starken Wellen und Wind meinten über die Reling entledigen zu müssen, was leider nicht immer so geklappt hat. Dafür war heute schon recht bald Ruhe eingekehrt, da sich eigentlich alle frühzeitig in die Kojen begeben haben.

24.12.: Kartoffelbrei als Weihnachtsessen
Heute Morgen war dann der Spuk mit den Wellen vorbei, da wir ab 6 Uhr wieder in ruhigerem Gewässer unterwegs waren. Dort waren dann Engstellen zu passieren, die nur ca. 50 m breit waren (was man davon an der Wasseroberfläche gesehen hat). Gegen Mittag erreichten wir dann Puerto Eden, wo unser einziger Landgang anstand. So wechselten wir durch die Heck-Klappe der Fähre in kleine Boote, die uns an Land brachten. Das Örtchen war recht klein und man konnte da irgendwie rumspazieren. Doch nach dem ersten Ausblick von einer Art Jägerstand hat mich mein Weg zurück geführt und nicht zu irgendeiner kleinen Kirche. Als hätte ich es im Urin gehabt, bin ich in die Schulbücherei gegangen, denn dort habe ich Internet vermutet. Damit lag ich auch richtig. Und es war sogar kostenlos, nur eine Spende war erwünscht. Da bin ich natürlich auch gerne nachgekommen, und das nicht nur, weil Weihnachten war. Nach einer guten Stunde ging es dann mit unseren lustigen orangenen Westchen zurück auf die Navimag. Mein Weihnachtsessen war dann Kartoffelbrei, was eigentlich gar net so übel war. Am Abend war dann das Highlight irgend so eine flexible orange Masse, die die Nachspeise sein sollte. Am Abend stand dann das große Bingo an. Dummerweise hab ich dann auch noch gewonnen. Hatte ich nicht extra meine einst reichlich ausgestattete Minibar soweit leer geräumt, dass ich einfach damit weiterreisen konnte, kam jetzt eine neue Flasche Wein hinzu.

25.12.: Windige Ankunft in Puerto Natales
Heute war es bereits nach dem Aufstehen schon sehr windig, so dass man das aufgewirbelte Wasser aufsteigen sehen konnte. Immerhin kam die Sonne nach zwei komplett tristen Tagen wieder hervor und man konnte die Zeit draußen wieder etwas mehr genießen. Eigentlich sollten wir dann vormittags in Puerto Natales anlegen. Doch nur rund 100 m vor dem Kai mussten wir wegen zu starkem Wind abbrechen und wieder rausfahren, um auf eine Besserung zu warten. So gab es dann immerhin noch ein Gratisessen, was mich natürlich besonders gefreut hat. Lustigerweise war das beste der gesamten Fahrt. Gegen 18 Uhr haben wir dann einen neuen Versuch unternommen, der auch geklappt hat. Am Abend ging es dann in eine Pizzeria mit Steinbackofen, wo so ein richtiges Gericht mich dann doch etwas mehr erfreut hat. Auch die Nachspeise war erste Sahne, wie man auf dem Foto sehen kann.

Fotos zur Schifffahrt findet ihr im Album Navimag.