Tag 140-145: Umwerfender Perito Moreno-Gletscher und beeindruckender Fitz Roy

12.12.: Pizza? Nie wieder in El Calafate!
Heute war mal wieder ein reiner Organisations-Tag. So hab ich für Isabella und mich die Fahrt zum Perito Moreno-Gletscher gebucht und unsere Weiterfahrt nach El Chalten gebucht. Daneben hab ich natürlich noch eingekauft, um etwas für den Ausflug morgen zu haben. Außerdem hab ich heute noch eine Pizza in einer Pizzeria gegessen. Das wahr fast schon wieder was zum heraufwürgen! Aber das soll überall in diesem Ort hier so sein. Die Pizza, die wohl gerade aus der Tiefkühltruhe kam, hatte weder den Teig noch durchgebacken, noch war der viel zu dich aufgetragene Käse geschmackvoll, geschweige denn genießbar. Naja, nachdem dann irgendwie mein Sättigungsgefühl eher eingetreten ist, als gedacht, verließ ich lieber dieses Lokal Am Abend ist dann glücklicherweise Isabella angekommen, die mein Zelt aus Punta Arenas für die gemeinsamen Tage im NP Los Glaciares mitgebracht hat.

13.12.: Der Perito Moreno-Gletscher – eine Sensation
Heute ging es schon früh morgens raus, um sich mit dem Bus auf einer „alternativen“ Route zu nähern. Nachdem wir bei einem Zwischenstopp glücklicherweise fast einen der anwesenden Holländern abgehängt hatten, kamen wir am Beginn des Aussichtspunktes, der sich über mehrere Plattformen erstrecken sollte, angekommen waren, gingen wir ls, um uns dem Gletscher zu nähern. Was soll ich sagen, die Nord-Wand ist schon äußerst sagenhaft. Als es dann auf das Schiff ging haben mich anfangs sehr viele belächelt, dass ich so viele Fotos geschossen habe. Als dann jedoch ein Stück, das über die komplette Höhe ging, abgebrochen ist, hab ich halt mal den Finger auf dem Auslöser gelassen und es hat nur so gerattert. Als die Wellen dann etwas verstummt waren, konnte ich nur neidische Blicke ernten. Tja, so ist das halt… die einen lästern, die anderen fotografieren! Ansonsten war diese abartig breite Gletscherwand äußerst eindrucksvoll und lässt sich einfach nicht als Foto festhalten.
Zurück in El Calafate hab ich mir erstmal ein Steak gegönnt. Naja, wenn auf der Speisekarte keine Beilagen stehen, sollte man wohl auch keine erwarten. Aber lecker war es ohne Frage.

14.12.: El Chalten – eine Oase
Heute ging es nach El Chalten. Dem Ort, oder besser dem Örtchen, wo noch Bargeld regiert. Nach rund 3 Stunden im Bus wurde wieder angehalten und wir konnten Fotos von El Chalten samt Fitz Roy, der heute gut sichtbar war, und Cerro Torre, der heute nicht sichtbar war, geschossen. Nach einer kurzen Einführung vom Nationalpark-Team, die jeder Touri beim anreisen wohl erhält, mussten wir uns eine Unterkunft suchen. Gesagt getan. Nun versuchten wir ein Busticket nach Bariloche zu bekommen. Da gab es eine teure Variante und die, die wir uns ausgesucht hatten. Naja, was soll ich sagen. Sonntagmorgen war der Verkäufer noch zu betrunken, um uns zu bedienen. Das hat er dann erst während den abendlichen Öffnungszeiten mit gläsernen Augen getan. Immerhin hat alles geklappt und wir konnten unbesorgt morgen zum Wandern starten.

15.12.: Nach viereinhalb Monaten endlich mal das Zelt auspacken
Heute Morgen, der Tag an dem wir zu unserer Wanderung starten wollten, regnete es wie aus Kübeln und stürmte, dass es den Staub durch alle Ritzen in das Hostel drückte. Aber glücklicherweise stoppte dieses für unser Vorhaben ungeschickte Wetter und wir konnten endlich starten. Nach rund einer Stunde Wandern konnten wir, den Fitz Roy das erste Mal sehen. Und was soll ich sagen? Trotz der Wolken war es sehr beeindruckend ihn so zu sehen. Je näher wir ihm aber kamen, desto besser war er zu sehen. Am Zeltplatz angekommen suchten Isabella und ich uns erstmal einen gemütlichen Zeltplatz. Danach versuchten wir, die Lagune de los tres zu erreichen. Nach einem kurzen Irrweg hatten wir den richtigen Pfad gefunden und erreichten die Lagune. Leider war der Fitz Roy etwas bewölkt, was jedoch das Erlebnis nicht schmälerte. Nach einer kurzen und windigen Zeit, waren wir zurück am Zelt und haben uns ein leckeres Abendessen zubereitet.

16.12.: Der Fitz Roy in seiner Schönsten Pracht
Heute Morgen bot sich uns ein Spektakel der ganz besonderen Art. Da war der Fitz Roy ohne jegliche Wolke zu sehen. Einmalig. Selbst auf dem Weg zum nächsten Campingplatz konnten wir ihn noch lange gänzlich sehen. Das zu beschreiben, was wir gesehen haben, was eigentlich ganz selten vorkommt, fällt schwer. Dafür hatten wir mit dem Cerro Torre den ich gerne gesehen hätte nicht ganz soviel Glück. Immerhin konnten wir den unteren Teil erkennen und der Cerro Standard war zu sehen. Naja. Immerhin war selbst am zweiten Abend das selbstgekochte Abendessen sehr lecker und hat zu keinerlei Frustration geführt.

17.12.: Wer geht schon zu zwei AC/DC-Konzerten in zwei verschiedenen Ländern?
Heute Morgen sollte es in Richtung El Chalten zurück gehen. Ging es auch. Nach einem kurzen Blick vom Campingplatz zu den Cerros musste ich meine Hoffnung, den Cerro Torre zu sehen aufgeben, denn sie waren noch mehr zugezogen und man sah einfach gar nix. Tja, Pech gehabt. Der Nachmittag wurde dann damit verbracht, im Internet das zweite Ticket für AC/DC in Dublin zu besorgen, nachdem das Ticket für Wembley schon in trockenen Tüchern war (Danke Monika!). Man mag mich verrückt nennen, aber so ist das halt.
Da ich noch ein Busticket benötigte, aber keine Pesos mehr hatte, musste ich dies in Euro bezahlen. Mittlerweile (Ende 2008) gibt es – wie ich aus persönlichen Berichten gehört habe – den ersten Geldautomaten hier und man kann Argentinische Pesos bekommen. Es gab wohl keine feste Telefonleitung hier, sondern es lief alles über Satellit.

Fotos hierzu findet ihr im Album NP Los Glaciares.