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Tag 267-269: Die Toten Hosen in Argentinien

23.4.: Wir sind die Jungs von der Opelgang
Mit dem Flieger ging es von Santiago heute zurück nach Buenos Aires. Nach dem Einchecken im Hostel fand ich mich genauso wie viele andere Deutsche, die extra wegen den Hosen angereist waren, in einem Club ein, in dem ein Fantreffen stattfand. Dazu spielte die Argentinische Hosen-Coverband „Opelgang“. Es war ein schöner Abend, an dem man viele neue Leute kennenlernte. Viel Ungewöhnlicher war allerdings, überall um sich herum wieder nur Deutsch zu hören. Normal bin ich da ja eher Spanisch oder Englisch gewohnt.

24.4.: Begeisterung pur
Am Vormittag ging es mit dem Bus in das Viertel „La Boca“. Das ist da, wo es die vielen bunten Häuser gibt. Normal gibt es da viele „Schlepper“, die einen zu irgendwas überreden und verkaufen wollen, z.B. Tango-Shows. Doch wenn sie mich mit dem Hosen-Shirt sahen, wollten sie gar nix mehr verkaufen, sondern fragten mich ungläubig, ob ich echt aus Deutschland wegen den Hosen komme. Das war mir dann schon viel lieber.
Am Abend ging es dann mit der U-Bahn zum El Teatro Collegiales, dem früheren Roxy. Die Schlange war schon lang und ich reihte mich ein. Drinnen sah es dann recht beschaulich aus, sollten doch offiziell nur 1584 Leute rein dürfen. Es wurde überraschenderweise kein Bier verkauft, da es anscheinend mal ein Unglück gegeben hat. Schon vor Konzertbeginn wurden die Fangesänge immer lauter. Unglaubliches Feeling. Dann kamen die Hosen auf die Bühne und es ging nur noch ab. Die Argentinier waren überraschend textsicher und natürlich begeistert. Ein Highlight war, als Campi vom Balkon in die Menge sprang. Nach zwei euphorischen Stunden ging ein wundervoller Abend zu Ende. Mit einigen andern wurde dann draußen noch auf die Hosen gewartet und gequatscht.

25.4.: Noch mehr Party
Nach einer guten Portion Schlaf, habe ich mich bis zum zweiten Konzert mit einem Freund getroffen. Doch natürlich habe ich nur auf den zweiten Abend mit den Hosen gewartet. Heute war das mit dem Anstellen viel entspannter. Die Stimmung drinnen hingegen weniger. Ein paar Mal habe ich mich in die Mitte der tanzenden Argentinier gewagt. Das, was man aus Deutschland da so kennt, gilt hier nicht mehr. Es wurde noch mehr gepusht und so. Campinos Ausflug auf die Arme der Zuschauer mit dem Sprung vom Balkon war heute auch wieder im Programm. Die Setlist wurde etwas umgestellt, so dass ein paar ältere Lieder dabei waren. Nach zwei äußerst genialen Stunden wurden die Hosen mit großem Beifall verabschiedet.
Gegen zwei Uhr war ich wieder am Hosetl. Da ich noch Hunger hatte bin ich mal um’s Eck gegangen, wo ich schon ein paar Mal Essen war. Und welch glück, das Restaurant „El Gaucho“ war noch offen und so habe ich mir nachts noch schnell ein Steak einverleibt. Lecker. Dann habe ich meinen Rucksack genommen und mich mit dem Taxi zum Flughafen fahren lassen, da ich ja schon um sechs Uhr morgens meinen Flug zurück nach Santiago de Chile hatte.

Fotos hierzu findet ihr im Album Kiss & Die Toten Hosen.

Tag 255-260: Salar de Uyuni und Besteigung des Licancabur (5930m)

11.4.: Auf nach Bolivien
Zuerst ging es von Salta aus gen Norden nach La Quiaca, dem argentinischen Grenzort. Dort angekommen haben wir uns zu viert mit jeweils einem großen Rucksack in einem Auto in der Größe eines Fiat Panda zur Grenzstation bringen lassen. Dort bin ich dann nach dem Stempel zu Fuß über die Brücke, die mich noch von Bolivien trennte.
Dort habe ich mir erstmal einen Geldautomaten gesucht, um wieder flüssig zu werden. In der Bahnhofshalle habe ich mir dann mein Zugticket gekauft, das mich in guten neun Stunden nach Uyuni bringen sollte. Insgesamt hatte der Zug nur ca. 40 Minuten Verspätung. Da ich mir angewohnt hatte, kein Zimmer im Voraus zu reservieren, machte das die Situation hier nicht wirklich einfach. So sind wir um halb eins nachts angekommen und alles war finster. Die als Hostel ausgezeichneten Häuser waren voll und so lief ich wieder zurück in Richtung Bahnhof. Auf dem Weg dorthin bin ich einer Gruppe Briten begegnet, die einen Zettel hatte, wo es noch was geben soll, und habe mich denen angeschlossen. In dem Hostel herrschte großes Chaos. Wir waren zu sechst, es gab aber nur zwei 2-er Zimmer. Mein Angebot, die zu nehmen und zu sechst drin zu schlafen (jeder hätte gezahlt) wollte die Dame nicht annehmen. Also haben wir beschlossen, das trotzdem zu machen und zu sagen, wir wären nur zu viert. Bei dem kurzen Check der Dame hat sich dann jeweils einer im Bad versteckt. Hat prima geklappt.

12.4.: Freier Tag zum Tourbuchen
Da heute Ostersonntag war, ging hier erstmal nicht viel. Mein Ziel war, heute meine Tour durch den Salar de Uyuni zu holen. Da ich die Gruppe von gestern sehr sympatisch fand, habe ich mich ihnen angeschlossen. Tour gebucht, Tagesziel erreicht.

13.4.: Windowsfehler beim Geldautomaten und Salar de Uyuni
Zuerst musste ich heute Morgen Geld abheben, da die letzten Tage der Automat wegen Ostern geschlossen war. Wir waren glücklicherweise rechtzeitig da, so dass sich bald hinter uns eine Schlange von 40 Leuten aufreihte. Als ich dran war, habe ich den abzuhebenden Betrag eingegeben. Nach meiner dritten Null erschien plötzlich ein Windows-Fehler. Da die angeschlossenen Bank noch geschlossen war, habe ich durch Klopfen versucht, jemanden zum Erklären heraus zu bekommen. Ergebnislos. Doch kurz darauf verschwand der Fehler wieder und ich bekam mein Geld ohne Probleme. Vielleicht hat drinnen ja jemand auf den Knopf gedrückt?
Dann ging es los mit der Tour. Zuerst zum Friedhof der Züge. Hier wurden früher kaputte Züge aus ganz Bolivien repariert. Die Restteile davon stehen heute noch da und rosten vor sich hin.
Dann ging es durch den Salar de Uyuni, der größten Salzpfanne der Welt. Es ist schon unglaublich, wie weit es hier nur weiß ist. Die Ränder der fast schon regelmäßigen Vielecke des Salzbodens entstehen durch das Verdunsten des Wassers. Nach ein paar „Funny Pics“ ging es weiter. Der Sonnenuntergang hier war der spektakulärste, den ich je gesehen habe. Da auf dem Salzboden sich eine knapp einen Zentimeter hohe Wasserschicht befunden hat, hat sich die aus so schon sehenswerte Landschaft darin gespiegelt. Irre! Aber schaut’s Euch selber an.

14.4.: Flamingos gucken
Nach einer Nacht in einer sehr rudimentären Unterkunft ging es heute zu einigen Lagunen, um Flamingos anzusehen. Das war auch recht nett, wenngleich ich mir noch ein paar mehr der rosanen Freunde gewünscht hätte.

15.4.: Vorbereiten für die Besteigung des Licancabur
Gegen halb fünf ging es heute schon weiter. Zuerst noch an ein paar Geysiren vorbei, dann sind wir auch schon an einer Thermalquelle angekommen, wo wir uns erstmal in das 34°C warme Wasser gesetzt haben. Kurz darauf sind wir an der Laguna Verde, der grünen Lagune, angekommen. In deren Hintergrund befindet sich der Licancabur. Diesen Vulkan hatte ich mir zum Besteigen ausgesucht. So war für mich die Tour hier beendet und ich ließ mich an einer Hütte absetzen, wo ich den Führen und Essen für die Tour bekommen sollte.
Als erstes habe ich zu Mittag mal wieder ein Lama-Schnitzel bekommen, ehe es am Nachmittag mit einer anderen Gruppe zu einer kleinen Akklimatisationswanderung raus ging. Deren Guide hat mich dann gefragt, ob ich mich nicht ihnen anschließen wolle, was ich angenommen habe.

16.4.: Anstrengender Weg bis auf den Gipfel
Da es nachts recht frisch ist hier, beschloss unser Guide, den Aufstieg mit dem ersten Licht zu beginnen. Es ging auf einem recht mit losen Steinen bedeckten Weg im Zick-Zack nach oben. Gestartet sind wir auf 4600 m, denn weiter konnte das Auto nicht fahren. 100m vor dem Gipfel musste einer der Gruppe aufgeben und machte sich mit dem lokalen Guide auf den Abstieg. Mit Felippe, dem Chilenischen Guide, ging es weiter und nach rund sieben Stunden war ich auf dem Gipfel. 5930m zeigte mein GPS. Auf der einen Seite war das mit Vulkanen durchsetzte Bolivien zu sehen, unterhalb die beiden Lagunen. Auf der anderen Seite Chile mit der tieferen, flachen Atacama-Wüste. Der Abstieg ging dann durch eine Mulde, die mit losen Steinen gefüllt war. Das Hinunter-Surfen war recht anstrengend und Materialfordernd und dauerte drei Stunden. Zum Schluss war ich so fertig, dass ich nur noch lief, ohne dass ich dabei irgendwas denken konnte.

Fotos dazu findet ihr im Album Bolivien.

Tag 250-254: Touren um Salta

6.4.: Auf nach Salta
Heute ging es nach dem Packen zum Busterminal. Von dort ging mein Bus in den Nord-Westen von Argentinien nach Salta. Mal wieder Übernachtfahrt. Diesmal mit bis in die Horizontale neigbaren Sesseln.

7.4.: Hostelfänger sei Dank
Nach meiner Ankunft in Salta hat mich ein Hostelfänger aufgegriffen und ich wurde einquartiert. Eigentlich war es recht günstig direkt aufgegriffen zu werden. Vor Ort hätte ich nämlich anstatt 35 Pesos wie die anderen in meinem Zimmer 55 zahlen müssen. Dann ging es noch kurz mit der Seilbahn den Hügel über Salta hoch. Nett, mehr aber nicht.

8.4.: Erstes Lama-Schnitzel
Da ich nur drei Tage hier hatte und die mit Ausflügen füllen wollte, habe ich ein 3-Tages-Paket im Hostel gebucht. Heute ging es dabei nach San Antonio de Los Cobres, dem Ort, den mein eigentlich favorisierter Zug „Tren a Las Nubes“ anfahren sollte. Der fuhr aber erst im Mai. Gut. Der Bus war recht speziell. Von außen sah er aus wie ein typischer Touribus, doch bei genauerem hinsehen gab es schussicheres Glas zu bestaunen. Wir fuhren also mit dem lokalen VIP-Shuttle.
Zu Mittag angekommen gab es das erste Mal für mich ein Lama-Schnitzel. Hat gut geschmeckt, vom Geschmack etwas strenger als normales Schnitzel. Danach ging es in den Salar, einer Salzpfanne, in der Gegend da. Man konnte einige lustige Fotos machen und in der Gruppe ist macht das natürlich noch mehr Spaß. Auf dem Rückweg wurde die Straße auch noch von ein paar Einheimischen bestreikt. Sie wollen in ihren illegal erbauten Häusern weiter wohnen und sich nicht an die Regeln für alle halten. Das hat uns dann ca. zwei Stunden gekostet.

9.4.: Cachi
Die Tour heute führte mich nach Cachi. Die landschaftlich ansehnlichen Dinge findet Ihr bei den Fotos. Ansonsten waren die Highlights natürlich das Mittagessen sowie mein persölicher „American Beauty-Shot“. So habe ich mich in Mitten der Chili-Schoten gelegt und mich von meinen Mitreisenden mit ein paar bedecken lassen. Scharf!
Am Abend konnte ich dann beim Essen noch ein paar prozessierende Katholiken beobachten, da ja Semana Santa, die heilige Woche, war und Ostern vor der Tür.

10.4.: Valle Cafayate
Meine letzte Tour von Salta aus sollte mich durch das Tal Cafayte in den gleichnamigen Ort bringen. Die landschaftlichen Schätze waren hier noch stärker vertreten als in den beiden anderen Tälern. Mein Highlight war das Schuheklebenlassen in Cafayate. Während die andern der Tour Mittagessen gingen oder irgendwas ansahen, habe ich mich darauf konzentriert, einen lokalen Schuhmacher zu finden, der mir ein weiteres Mal meine ramponierten Schuhe klebt. Das hab ich auch erfolgreich abgeschlossen.

Fotos dazu findet ihr im Album Argentinien.

Tag 248-249: Kiss im Estadio River Plate

4.4.: Monstruos vs. Aliens
Zur Erholung habe ich heute nicht viel gemacht. Nach etwas Ausschlafen und zwei Stücken Pizza ging es am Abend in ein ausgesuchtes Kino in Buenos Aires. Natürlich wollte ich den 3D-Film auch in 3D sehen. Nachdem ich mit der U-Bahn zum Kino gefahren war, habe ich mich in der Schlange angestellt, um die Karte zu kaufen. Als ich dann ins Kino wollte fragte ich mich, wo ich die Brille bekomme. Da gab es eine weitere Schlange. Super, also nochmal anstellen. Mit Popcorn bewaffnet habe ich dann den Film auf Spanisch echt genossen. Der Rückweg war dann viel zu Fuß, da die Bahn nicht mehr fuhr und ich das Bussystem nicht kannte. Da ich nicht viel dabei hatte, war meine Sorge, überfallen zu werden recht gering.

5.4.: I wanna Rock n Roll all Nite…
Heute ging es also endlich zum lange erwarteten Konzert des Quilmes Rock Festivals. Wie schon vor meiner Abreise sollte mich heute Kiss begeistern. Und das taten sie ohne Frage. Natürlich war ich auch auf das Publikum gespannt, das ja sehr euphorisch sein soll. Und die gingen ab. Irre. Wenn sich die Gelegenheit bot, haben sie zwischen den Stücken oft lauthals ihre Fangesänge angestimmt. So laut, dass sogar Kiss davon überrascht waren. Mit Deutschland lässt sich das leider nicht vergleichen. Auch was das nach vorne Drücken betrifft, hatte das ganz andere Dimensionen. So war das heftiger als bei so manchem Punk-Konzert zu Hause und sie mussten einige erwachsene Bewusstlose aus der Menge ziehen (kein Einzelfall). Nach dem Konzert konnte man dann vor dem Stadion noch ein paar gefälschte Shirts und Fahnen kaufen. Manche waren dann so geblendet, dass sie die Kiss-Logos falsch herum gedruckt haben, unglaublich.

Fotos dazu gibt’s im Album Kiss & Die Toten Hosen.

Tag 239-245: Die größten Wasserfälle des Planeten

26.3.: Fahrt nach Rio Gallegos und Flug nach BA
Heute ging es nach ein paar letzten Stunden im Büro wieder mit dem Reisen los. Zuerst sollte es mit dem Bus in die mir bekannte Stadt Rio Gallegos in Argentinien gehen. Nach ein paar letzten Blicken auf Punta Arenas war die Grenze erreicht. In der Stadt angekommen bin ich gleich zur Post, um mein Paket nach Hause zu schicken. Doch da die netten Herren von Zoll nur von 10-12 Uhr anwesend sind und es nun schon kurz nach drei war, viel das Verschicken dann ins Wasser.
Meine Zeit bis zu meinem Flug um 3 Uhr habe ich dann damit verbracht, falsche Pins in den Geldautomaten zu hacken und damit meine Karte zu sperren. Dann ging es zum Flughafen. Zum Glück kostet das Kilo Übergepäck bei LAN Argentina nur 12 Pesos, so dass ich für meine 10 Kilo nur ca. 24 Euro zahlen musste.

27.3.: Geldwechseln für die Post im Sheraton
Nach einer kurzen Nacht von nur drei Stunden im Flieger kam ich in Buenos Aires an. Dort habe ich dann erstmal ein offenes Wlan gesucht, um mit meiner Bank zu telefonieren und eine Rücksetzung des Zählers der falschen Pins zu veranlassen. Dann ging es mit dem Taxi zur Post, denn irgendwie wollte ich mein Paket ja loswerden. Dummerweise musste ich dann mein schön verpacktes Paket in eine Standard-Kiste umpacken, was gerade so geklappt hat, zum anderen konnte ich nicht mit Kreditkarte zahlen. Also musste ich meine verbliebenen Euro und Dollar im Sheraton wechseln lassen. Dort sah man mich etwas komisch an, als ich mit meinem riesigen Rucksack einmarschiert bin und dann durfte ich bei der Bank für deren Hotelgäste auch noch den Dolmetscher geben.
Nachdem dann das Paket bezahlt und verschickt war, ging es zum Busbahnhof Retiro, von wo mein Bus dann Richtung Iguazu losfuhr. Die Busfahrt war angenehm und es gab ein paar nette Filme zum gucken.

28.3.: Erster Eindruck: Irre
Heute bin ich dann im Bus vom Service zum Frühstück geweckt worden. Leider waren wir nicht wir planmäßig veranschlagt um kurz nach sieben in Puerto Iguazu, sondern erst gegen halb zwölf. Da ging es dann nach dem Abstellen des Gepäcks im Hostel gleich zum NP Iguazu auf der Argentinischen Seite. Dort angekommen ging es durch einen Wald zu den Wasserfällen. Auf diesem Weg konnte man Nasenbären und Leguane oder so zum ansehen. Die Wasserfälle machten einen echt spektakulären Eindruck. Nach einiger Zeit ging es dann mit einem kostenlosen Boot auf die Isla Martin. Dort gab es einen kleinen Rundweg. Als ich ein paar Fotos von einer anderen Echse gemacht habe, kamen zwei andere Deutsche hinzu, Uli und Stefan. Mit ihnen ging es dann zurück nach Puerto Iguazu, wo wir gemeinsam essen gegangen sind.

29.3.: Wasserfälle…
Heute sollte es nochmal einen ganzen Tag in den NP Iguazu in Argentinien gehen. Der Eintritt kostet am zweiten Tag nur die Hälfte, wenn man sich am Vortag einen Stempel holt. Zuerst ging es oben an der Klippe entlang, wo viele Wasserfälle hinab stürzen. Echt eindrucksvoll. Dann ging es mit der Eisenbahn zum Teufelsrachen. Dort angekommen hatte es den Eindruck, als würde es regnen, doch es war nur kondensiertes Gischtwasser, das als Regen wieder herunterkommt. Am Nachmittag ging es dann auf eine Touristen-Boots-Tour unter die Wasserfälle. Gegen Abend bin ich wieder zurück im Hostel gewesen.

30.3.: Brasilianische Seite
Heute ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brasilien, wo ich mir die andere Seite ansehen wollte. Also den öffentlichen Bus genommen, der uns in Richtung Grenze brachte. Doch dort fuhr er dann einfach weiter, ohne auf uns vier Touristen zu warten, bis wir unseren Stempel hatten. Also mussten wir uns einen neuen Bus organisieren. In Foz do Iguazu ging es dann mit einem lokalen Bus zu den Wasserfällen. Dort fährt man dann nach dem Bezahlen mit einem Doppeldecker ohne Fenster durch den Park. Der Weg entlang der Schlucht war nicht wirklich der Hit. Ein paar Ausblicke waren nett, aber mehr auch nicht. Bis man dann zu der (eigentlich einzigen) Aussichtsplattform hier kommt. Das ist äußerst eindrucksvoll. Leider war der Regenbogen nicht wirklich ausgeprägt, aber naja, dann halt nicht. Auf dem Rückweg machte ich dann noch einen Stopp bei McDonalds, um einen weiteren Länderpunkt in meinem BigMac-Index zu verzeichnen. Das war der erste BigMac nach viereinhalb Monaten. Und er war gut. Kaum aus dem Lokal raus, sah ich, dass mein Bus auf der anderen Seite an der Ampel wartete und klopfte ich fix an, um nicht länger warten zu müssen. So kam es, dass ich meinen BigMac genüsslich an der brasilianischen Grenzstation zwischen verdrückte.

31.3.: Dreiländereck
Heute Morgen ging es kurz zum Dreiländereck. So stand ich in Argentinien uns konnte Brasilien und Paraguay sehen. Da das eigentlich schon alles für heute war, ging es zurück, wo ich mich dann zum Bus aufmachte, der mich nach Buenos Aires bringen sollte. Der hatte angeblich Wlan. Hatte er auch, nur leider baute er keine Verbindung ins Internet auf. So ein Mist, hatte ich mich darauf gefreut. Pustekuchen. Immerhin war er sehr bequem und die gezeigten Filme waren sehenswert.

1.4.: Hostelsuche in Buenos Aires
Heute Morgen wurde ich zum Frühstück vom Buspersonal geweckt. Kurz darauf sind wir schon in Buenos Aires angekommen, wo ich erstmal in ein Internetcafe gegangen bin, denn ich wusste ja noch nicht, in welches Hostel ich gehen sollte. Nachdem ich mir eines ausgesucht hatte, wurde mit der Subte, so heißt die U-Bahn hier, in die Stadt gefahren. Nach dem Einchecken habe ich mir meine online gekauften Tickets für Quilmes Rock und die Toten Hosen in einem Büro von Ticketek, das ist das argentinische eventim, abgeholt.

Fotos dazu findet ihr im Album Iguazu.

Tag 219-238: Ausreisen für neuen Stempel

6.3.: Mit dem Bus nach Rio Gallegos
Heute sollte es also in Richtung Rio Gallegos in Argentinien gehen, um einen neuen Stempel für Chile zu bekommen, denn die 90 Tage waren am ablaufen und hätten nicht ausgereicht bis zum Ende meines Praktikums. So ginge es mit dem Bus für ca. fünf Stunden nach Rio Gallegos. Es liegt zwar nur minimal weiter nördlich, doch war es hier wesentlich wärmer als in Punta Arenas, was echt angenehm war. Für den Abend hatte ich nichts geplant und wollte eigentlich Essen gehen. Tja, die Preise haben mich dann nicht überzeugt und ich hab mir ein Sandwich im Supermarkt geholt. Die Nacht wurde im einzigen Hostel der Stadt verbracht.

7.3.: Wenigstens zum Friseur bin ich gegangen
Da mein Bus erst um ein Uhr fahren sollte, habe ich beschlossen, um wenigsten etwas sinnvolles hier zu machen, zum Friseur zu gehen, da es doch schon etwas wucherte. Dann ging es wieder in den Bus und nach weiteren fünf Stunden war ich zurück in Punta Arenas mit einem neuen Einreisestempel und neuen 90 Tagen für Chile.

8.-25.3.: Die letzten Tage meines Praktikums – Countdown für die Weiterreise
Die letzten Tage meines Praktikums wurden dann zunehmend stressig, da noch viele Aufgaben zu erledigen waren. Hinzu kam, dass andere Praktikanten vor mir gefahren sind, die ihre Aufgaben praktisch mit ihrem letzten Tag fertig gestellt hatten und ich diese dann online bringen sollte. So wurden die letzten Arbeitstage recht arbeitsreich und mir bleib eigentlich keine Zeit meine Reise zu planen. Immerhin konnte ich weitere Flüge bereits hier buchen. Auch mit dem letzten Tag hatte ich mein Paket fertig gepackt, das ich nach Hause schicken wollte.

Fotos hierzu findet ihr im Album Argentinien.

Tag 146-149: Stundenlang auf der Ruta 40 gen Norden

18.12.: Warten auf unsren Bus
Heute wurde eigentlich nicht viel gemacht, nur die allerletzten Pesos verplant. So musste man daran denken, dass über 30 Stunden Busfahrt vor einem stehen und man ja noch ein Abendessen haben wollte. So wurde bis auf ein paar ganz kleine Geldstückchen alles ausgegeben. Da der Bus erst um elf Uhr abends fuhr, musste noch eine lange Zeit überbrückt werden. Doch nachdem der Bus dann gegen Mitternacht endlich mit einiger Verspätung vor uns stand, konnten wir uns entspannt in den Sitzen niederlassen.

19.12.: Mit dem Bus auf der Ruta 40
Heute sollte also ein ganzer Tag auf der Ruta 40 anstehen. Für viele ist die Fahrt darauf ja ein Riesenhighlight, für mich war sie in erster Linie Mittel zum Zweck: Nach Norden kommen. Lange Zeit ging es durch die Pampa Argentiniens auf Schotterstraßen. Die Gegend war bis auf ganz wenige Orte so gut wie unbewohnt. Wie staubig dann mein Rucksack aus dem Gepäckfach kam, hätte ich mir so nicht vorgestellt. Man konnte nicht mal mehr das Lowe Alpin-Zeichen sehen. Wir machten zwischendurch ein paar kleinere Stopps, weil die Fahrer (3 Stück an der Zahl) einfach mal Pausen eingelegt haben. Interessant ist auch, dass der eine einfach mal mitten in der Pampa angehalten hat und ausgestiegen ist. Da konnte man bei einigen anderen Touristen schon leicht die panische Angst einer Panne sehen. Doch der gute Mann ging halt einfach mal hinter den Bus, um seine Blase zu entleeren.

20.12.: Wer will schon nach Bariloche?
Heute Morgen bin ich dann gegen zehn Uhr in Bariloche angekommen, wovon schon einige Leute, die ich getroffen habe, geschwärmt haben. Die erste halbe Stunde, bis ich also im Hostel war, gab es noch sonniges Wetter. Doch nach dem Gepäckablegen hat es sich recht schnell zugezogen und der Ausflug auf einen der schönsten Fotospots weltweit (soll National Geographic wohl irgendwann mal gesagt haben) endete dann damit, dass ich mit dem Bus zum Berg fuhr und mit der Seilbahn hochfahren wollte, in der Hoffnung es würde wieder aufziehen. Doch wenn selbst der Liftbetreiber meint, ich soll lieber wieder zurückgehen und nicht mit dem Lift hoch fahren, ist das ein eindeutiges Zeichen. Dann bin ich halt zurück gefahren. Interessant war auch, dass der Linienbus trotz des starken Regens kein einziges Mal seinen Scheibenwischer hat laufen lassen, sondern einfach das Wasser laufen ließ. Dann ging ich noch einkaufen, kochen und dann relaxen, ging es doch morgen schon recht bald mit dem Bus weiter.

21.12.: Burger in Puerto Montt
Heute Morgen musste ich dann um 5:30 Uhr das Hostel verlassen, um rechtzeitig zu meinem Bus zu kommen. Doch welch Überraschung, war das am Abend zuvor beim Hostel bestellte Taxi nicht da. Lag der Typ vom Hostel einfach im Wohnzimmer und hat gepennt. Da hätte ich einfach rausmaschieren können ohne einen Peso zu löhnen. Immerhin hab ich es noch geschafft, den Bus zu erreichen. Dort ließen sie mich aber erstmal nicht in den Bus, sondern ich musste erstmal mein Ticket umtauschen, da ihnen das in El Chalten gekaufte Ticket nicht gefallen hat. Später gab es dann sogar noch Schnee zu sehen auf der Passage der Andenquerung zwischen dem Argentinischen und Chilenischen Grenzposten. Am Nachmittag bin ich dann in Puerto Montt angekommen, wo ich mit ein paar Engländern, die auch am nächsten Tag mit dem Schiff loslegen wollten, noch Essen gegangen bin. Einen Burger gab es da. Riesig. (Foto schon im Navimag-Album) Dann ging es noch etwas einkaufen und dann war der Tag auch schon vorbei.

Fotos hierzu findet ihr im Album NP Los Glaciares.

Tag 140-145: Umwerfender Perito Moreno-Gletscher und beeindruckender Fitz Roy

12.12.: Pizza? Nie wieder in El Calafate!
Heute war mal wieder ein reiner Organisations-Tag. So hab ich für Isabella und mich die Fahrt zum Perito Moreno-Gletscher gebucht und unsere Weiterfahrt nach El Chalten gebucht. Daneben hab ich natürlich noch eingekauft, um etwas für den Ausflug morgen zu haben. Außerdem hab ich heute noch eine Pizza in einer Pizzeria gegessen. Das wahr fast schon wieder was zum heraufwürgen! Aber das soll überall in diesem Ort hier so sein. Die Pizza, die wohl gerade aus der Tiefkühltruhe kam, hatte weder den Teig noch durchgebacken, noch war der viel zu dich aufgetragene Käse geschmackvoll, geschweige denn genießbar. Naja, nachdem dann irgendwie mein Sättigungsgefühl eher eingetreten ist, als gedacht, verließ ich lieber dieses Lokal Am Abend ist dann glücklicherweise Isabella angekommen, die mein Zelt aus Punta Arenas für die gemeinsamen Tage im NP Los Glaciares mitgebracht hat.

13.12.: Der Perito Moreno-Gletscher – eine Sensation
Heute ging es schon früh morgens raus, um sich mit dem Bus auf einer „alternativen“ Route zu nähern. Nachdem wir bei einem Zwischenstopp glücklicherweise fast einen der anwesenden Holländern abgehängt hatten, kamen wir am Beginn des Aussichtspunktes, der sich über mehrere Plattformen erstrecken sollte, angekommen waren, gingen wir ls, um uns dem Gletscher zu nähern. Was soll ich sagen, die Nord-Wand ist schon äußerst sagenhaft. Als es dann auf das Schiff ging haben mich anfangs sehr viele belächelt, dass ich so viele Fotos geschossen habe. Als dann jedoch ein Stück, das über die komplette Höhe ging, abgebrochen ist, hab ich halt mal den Finger auf dem Auslöser gelassen und es hat nur so gerattert. Als die Wellen dann etwas verstummt waren, konnte ich nur neidische Blicke ernten. Tja, so ist das halt… die einen lästern, die anderen fotografieren! Ansonsten war diese abartig breite Gletscherwand äußerst eindrucksvoll und lässt sich einfach nicht als Foto festhalten.
Zurück in El Calafate hab ich mir erstmal ein Steak gegönnt. Naja, wenn auf der Speisekarte keine Beilagen stehen, sollte man wohl auch keine erwarten. Aber lecker war es ohne Frage.

14.12.: El Chalten – eine Oase
Heute ging es nach El Chalten. Dem Ort, oder besser dem Örtchen, wo noch Bargeld regiert. Nach rund 3 Stunden im Bus wurde wieder angehalten und wir konnten Fotos von El Chalten samt Fitz Roy, der heute gut sichtbar war, und Cerro Torre, der heute nicht sichtbar war, geschossen. Nach einer kurzen Einführung vom Nationalpark-Team, die jeder Touri beim anreisen wohl erhält, mussten wir uns eine Unterkunft suchen. Gesagt getan. Nun versuchten wir ein Busticket nach Bariloche zu bekommen. Da gab es eine teure Variante und die, die wir uns ausgesucht hatten. Naja, was soll ich sagen. Sonntagmorgen war der Verkäufer noch zu betrunken, um uns zu bedienen. Das hat er dann erst während den abendlichen Öffnungszeiten mit gläsernen Augen getan. Immerhin hat alles geklappt und wir konnten unbesorgt morgen zum Wandern starten.

15.12.: Nach viereinhalb Monaten endlich mal das Zelt auspacken
Heute Morgen, der Tag an dem wir zu unserer Wanderung starten wollten, regnete es wie aus Kübeln und stürmte, dass es den Staub durch alle Ritzen in das Hostel drückte. Aber glücklicherweise stoppte dieses für unser Vorhaben ungeschickte Wetter und wir konnten endlich starten. Nach rund einer Stunde Wandern konnten wir, den Fitz Roy das erste Mal sehen. Und was soll ich sagen? Trotz der Wolken war es sehr beeindruckend ihn so zu sehen. Je näher wir ihm aber kamen, desto besser war er zu sehen. Am Zeltplatz angekommen suchten Isabella und ich uns erstmal einen gemütlichen Zeltplatz. Danach versuchten wir, die Lagune de los tres zu erreichen. Nach einem kurzen Irrweg hatten wir den richtigen Pfad gefunden und erreichten die Lagune. Leider war der Fitz Roy etwas bewölkt, was jedoch das Erlebnis nicht schmälerte. Nach einer kurzen und windigen Zeit, waren wir zurück am Zelt und haben uns ein leckeres Abendessen zubereitet.

16.12.: Der Fitz Roy in seiner Schönsten Pracht
Heute Morgen bot sich uns ein Spektakel der ganz besonderen Art. Da war der Fitz Roy ohne jegliche Wolke zu sehen. Einmalig. Selbst auf dem Weg zum nächsten Campingplatz konnten wir ihn noch lange gänzlich sehen. Das zu beschreiben, was wir gesehen haben, was eigentlich ganz selten vorkommt, fällt schwer. Dafür hatten wir mit dem Cerro Torre den ich gerne gesehen hätte nicht ganz soviel Glück. Immerhin konnten wir den unteren Teil erkennen und der Cerro Standard war zu sehen. Naja. Immerhin war selbst am zweiten Abend das selbstgekochte Abendessen sehr lecker und hat zu keinerlei Frustration geführt.

17.12.: Wer geht schon zu zwei AC/DC-Konzerten in zwei verschiedenen Ländern?
Heute Morgen sollte es in Richtung El Chalten zurück gehen. Ging es auch. Nach einem kurzen Blick vom Campingplatz zu den Cerros musste ich meine Hoffnung, den Cerro Torre zu sehen aufgeben, denn sie waren noch mehr zugezogen und man sah einfach gar nix. Tja, Pech gehabt. Der Nachmittag wurde dann damit verbracht, im Internet das zweite Ticket für AC/DC in Dublin zu besorgen, nachdem das Ticket für Wembley schon in trockenen Tüchern war (Danke Monika!). Man mag mich verrückt nennen, aber so ist das halt.
Da ich noch ein Busticket benötigte, aber keine Pesos mehr hatte, musste ich dies in Euro bezahlen. Mittlerweile (Ende 2008) gibt es – wie ich aus persönlichen Berichten gehört habe – den ersten Geldautomaten hier und man kann Argentinische Pesos bekommen. Es gab wohl keine feste Telefonleitung hier, sondern es lief alles über Satellit.

Fotos hierzu findet ihr im Album NP Los Glaciares.

Tag 134-139: Die südlichste Stadt der Welt und beeindruckendes Feuerland

6.12.: Mit dem Bus nach Argentinien
Heute Morgen hing es dann mit dem Bus in Richtung Argentinien. Mit dabei war Thomas, ein Studienfreund aus Deutschland. Die rund 14-stündige Busfahrt musste am Tag stattfinden, denn es gab einen Grenzübertritt und das ist nur bei Tageslicht möglich. Dabei muss man jeweils beim Ausreisen aus dem einen Land und beim Einreisen in das andere samt Handgepäck aussteigen und den Pass abstempeln lassen. Zwischen den beiden Grenzposten liegt ungefähr eine Strecke von rund einer halben Stunde Fahrt. Die ganze Fahrt selbst ging eine lange Zeit durch relativ unspektakuläre Landschaft und so hab ich etwas geschlafen. In Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt, hieß es erstmal fix ein Hostel finden, denn wir hatten keine Reservierung, wie viele andere aus dem Bus auch.

7.12.: Leider keine passende Kreuzfahrt in die Antarktis gefunden
Heute hab ich mich erstmal auf die Suche nach einer möglichen Kreuzfahrt in die Antarktis gemacht. So hingen schon im Hostel drei Angebote, wovon eines preislich auch interessant gewesen wäre. Das wäre für 2100 US$ eine 14-tägige Fahrt gewesen. Die anderen begannen bei 3900 US$. Nach dem Einholen von Infos war aber schnell klar, dass die günstigen meist mit einem großen Schiff mit 400+ Leuten waren und man wohl nur so ca. 3 Landgänge hatte. Die teureren wurden Expeditionen genannt. Das waren Schiffe mit nur 80 Leuten und mehr als 12 Landungen. Daher war schnell klar, dass ich nicht das günstige nehmen will, nur um sagen zu können, dort gewesen zu sein. Lieber etwas sparen und dann aber richtig in die Antarktis fahren.
Danach wurde noch etwas durch Ushuaia gelaufen, die Stadt besichtigt und sich etwas informiert wegen der weiterreise und Möglichkeiten, was man hier besichtigen könnte.

8.12.: NP Tierra del Fuego
Heute ging es in den Nationalpark Feuerland. Wir wurden von einem Minivan abgesetzt, der uns am späten Nachmittag wieder abholen sollte. Also wurde angefangen spazieren zu gehen. Erst durch einen interessanten Wald, wo es einige Biber-Dämme gab, dann in Richtung des Beagle Kanal und dem dort sich befindenden Post-Schuppens. Er selbst nennt sich das südlichste Postamt der Welt. Der dortige Postmann ist wohl den ganzen Tag nur mit Stempeln beschäftigt, denn jede Postkarte bekommt mindestens 3 Stempel. Der weitere Weg entlang des Beagle Kanals war zwar recht windig, aber bei blauem Himmel macht das viel Spaß.

9.12.: Schifffahrt auf dem Beagle Kanal
Heute Morgen stand eine Schifffahrt auf dem Beagle Channel an. Heute war das Wetter auch wieder super, was ja nicht so ganz unwichtig ist. Zuerst ging es zu Seelöwen, die auf so einer kleinen Insel „Los Lobos“ niedergelassen haben. Dann haben wir die Kormorane ansehen können. Schließlich sind wir noch an einer Insel mit Pinguinen vorbei gefahren. Herrlich. Zurück an Land haben wir dann eine der ältesten Estancias, das man sich als riesige Bauernhöfe vorstellen kann, besichtigt. Am beeindruckendsten auf dem Rückweg waren dann die vom Winde verwehten Bäume, die man auf vielen Postkarten findet.

10.12.: Von wegen Gletscher
Heute Morgen wollten wir erstmal nicht mit dem Taxi um halb zehn mit den anderen zum Wandern kommen. Das war uns einfach noch zu früh. Zuerst bin ich dann in die Bus-Agentur gegangen, um mein Ticket für die Weiterfahrt zu holen. Danach sind wir dann doch noch wandern gegangen. Doch der Ausflug zu dem Gletscher hier in Ushuaia war eher ein Griff ins Klo. Von dem Gletscher war eigentlich nix mehr zu sehen. Höchstens nur irgendein totes Eis. Der Wanderweg war dann auch noch ein Stück lang über eine Skipiste, die natürlich gerade ohne Schnee war. Super. Auf dem Rückweg ins Hostel haben wir dann noch so lustige Sachen wie eine Fußbodenheizung für den Bürgersteig gesehen – nie mehr früh aufstehen müssen, um Salz zu streuen.

11.12.: Wenn ein Sonnenaufgang mich sprachlos macht
Heute Morgen sollte der Bus um fünf Uhr gehen. Da ich mich recht lange unterhalten hatte, war es schon so spät, dass sich ein Schlafen nicht mehr gelohnt hat. Als ich dann zum Bus ging sah ich den wohl eindruckvollsten Sonnenaufgang bisher. Es war einfach alles in ein intensives rot-orange getaucht, das sich im Wasser des Beagle Kanals gespeichert hat. Wenn ich nach hinten geblickt habe, lag über Ushuaia und den Bergen dahinter ein rosa Schimmer. Schaut Euch einfach mal die Bilder an. Dann ging es mit dem Bus in Richtung El Calafate. Das hieß dann auch, dass ich zweimal die Grenze passieren musste und mir dabei 4 Stempel abholen durfte. Bis nach Rio Gallegos waren dann noch die Punker von „2 Minutos“ an Bord, der echt nett und unterhaltsam war. Er meinte, auch schon mal Vorgruppe von den Hosen gewesen zu sein.

Die Fotos von Ushuaia findet ihr hier.