Tag 146-149: Stundenlang auf der Ruta 40 gen Norden

18.12.: Warten auf unsren Bus
Heute wurde eigentlich nicht viel gemacht, nur die allerletzten Pesos verplant. So musste man daran denken, dass über 30 Stunden Busfahrt vor einem stehen und man ja noch ein Abendessen haben wollte. So wurde bis auf ein paar ganz kleine Geldstückchen alles ausgegeben. Da der Bus erst um elf Uhr abends fuhr, musste noch eine lange Zeit überbrückt werden. Doch nachdem der Bus dann gegen Mitternacht endlich mit einiger Verspätung vor uns stand, konnten wir uns entspannt in den Sitzen niederlassen.

19.12.: Mit dem Bus auf der Ruta 40
Heute sollte also ein ganzer Tag auf der Ruta 40 anstehen. Für viele ist die Fahrt darauf ja ein Riesenhighlight, für mich war sie in erster Linie Mittel zum Zweck: Nach Norden kommen. Lange Zeit ging es durch die Pampa Argentiniens auf Schotterstraßen. Die Gegend war bis auf ganz wenige Orte so gut wie unbewohnt. Wie staubig dann mein Rucksack aus dem Gepäckfach kam, hätte ich mir so nicht vorgestellt. Man konnte nicht mal mehr das Lowe Alpin-Zeichen sehen. Wir machten zwischendurch ein paar kleinere Stopps, weil die Fahrer (3 Stück an der Zahl) einfach mal Pausen eingelegt haben. Interessant ist auch, dass der eine einfach mal mitten in der Pampa angehalten hat und ausgestiegen ist. Da konnte man bei einigen anderen Touristen schon leicht die panische Angst einer Panne sehen. Doch der gute Mann ging halt einfach mal hinter den Bus, um seine Blase zu entleeren.

20.12.: Wer will schon nach Bariloche?
Heute Morgen bin ich dann gegen zehn Uhr in Bariloche angekommen, wovon schon einige Leute, die ich getroffen habe, geschwärmt haben. Die erste halbe Stunde, bis ich also im Hostel war, gab es noch sonniges Wetter. Doch nach dem Gepäckablegen hat es sich recht schnell zugezogen und der Ausflug auf einen der schönsten Fotospots weltweit (soll National Geographic wohl irgendwann mal gesagt haben) endete dann damit, dass ich mit dem Bus zum Berg fuhr und mit der Seilbahn hochfahren wollte, in der Hoffnung es würde wieder aufziehen. Doch wenn selbst der Liftbetreiber meint, ich soll lieber wieder zurückgehen und nicht mit dem Lift hoch fahren, ist das ein eindeutiges Zeichen. Dann bin ich halt zurück gefahren. Interessant war auch, dass der Linienbus trotz des starken Regens kein einziges Mal seinen Scheibenwischer hat laufen lassen, sondern einfach das Wasser laufen ließ. Dann ging ich noch einkaufen, kochen und dann relaxen, ging es doch morgen schon recht bald mit dem Bus weiter.

21.12.: Burger in Puerto Montt
Heute Morgen musste ich dann um 5:30 Uhr das Hostel verlassen, um rechtzeitig zu meinem Bus zu kommen. Doch welch Überraschung, war das am Abend zuvor beim Hostel bestellte Taxi nicht da. Lag der Typ vom Hostel einfach im Wohnzimmer und hat gepennt. Da hätte ich einfach rausmaschieren können ohne einen Peso zu löhnen. Immerhin hab ich es noch geschafft, den Bus zu erreichen. Dort ließen sie mich aber erstmal nicht in den Bus, sondern ich musste erstmal mein Ticket umtauschen, da ihnen das in El Chalten gekaufte Ticket nicht gefallen hat. Später gab es dann sogar noch Schnee zu sehen auf der Passage der Andenquerung zwischen dem Argentinischen und Chilenischen Grenzposten. Am Nachmittag bin ich dann in Puerto Montt angekommen, wo ich mit ein paar Engländern, die auch am nächsten Tag mit dem Schiff loslegen wollten, noch Essen gegangen bin. Einen Burger gab es da. Riesig. (Foto schon im Navimag-Album) Dann ging es noch etwas einkaufen und dann war der Tag auch schon vorbei.

Fotos hierzu findet ihr im Album NP Los Glaciares.