Tag 267-269: Die Toten Hosen in Argentinien

23.4.: Wir sind die Jungs von der Opelgang
Mit dem Flieger ging es von Santiago heute zurück nach Buenos Aires. Nach dem Einchecken im Hostel fand ich mich genauso wie viele andere Deutsche, die extra wegen den Hosen angereist waren, in einem Club ein, in dem ein Fantreffen stattfand. Dazu spielte die Argentinische Hosen-Coverband „Opelgang“. Es war ein schöner Abend, an dem man viele neue Leute kennenlernte. Viel Ungewöhnlicher war allerdings, überall um sich herum wieder nur Deutsch zu hören. Normal bin ich da ja eher Spanisch oder Englisch gewohnt.

24.4.: Begeisterung pur
Am Vormittag ging es mit dem Bus in das Viertel „La Boca“. Das ist da, wo es die vielen bunten Häuser gibt. Normal gibt es da viele „Schlepper“, die einen zu irgendwas überreden und verkaufen wollen, z.B. Tango-Shows. Doch wenn sie mich mit dem Hosen-Shirt sahen, wollten sie gar nix mehr verkaufen, sondern fragten mich ungläubig, ob ich echt aus Deutschland wegen den Hosen komme. Das war mir dann schon viel lieber.
Am Abend ging es dann mit der U-Bahn zum El Teatro Collegiales, dem früheren Roxy. Die Schlange war schon lang und ich reihte mich ein. Drinnen sah es dann recht beschaulich aus, sollten doch offiziell nur 1584 Leute rein dürfen. Es wurde überraschenderweise kein Bier verkauft, da es anscheinend mal ein Unglück gegeben hat. Schon vor Konzertbeginn wurden die Fangesänge immer lauter. Unglaubliches Feeling. Dann kamen die Hosen auf die Bühne und es ging nur noch ab. Die Argentinier waren überraschend textsicher und natürlich begeistert. Ein Highlight war, als Campi vom Balkon in die Menge sprang. Nach zwei euphorischen Stunden ging ein wundervoller Abend zu Ende. Mit einigen andern wurde dann draußen noch auf die Hosen gewartet und gequatscht.

25.4.: Noch mehr Party
Nach einer guten Portion Schlaf, habe ich mich bis zum zweiten Konzert mit einem Freund getroffen. Doch natürlich habe ich nur auf den zweiten Abend mit den Hosen gewartet. Heute war das mit dem Anstellen viel entspannter. Die Stimmung drinnen hingegen weniger. Ein paar Mal habe ich mich in die Mitte der tanzenden Argentinier gewagt. Das, was man aus Deutschland da so kennt, gilt hier nicht mehr. Es wurde noch mehr gepusht und so. Campinos Ausflug auf die Arme der Zuschauer mit dem Sprung vom Balkon war heute auch wieder im Programm. Die Setlist wurde etwas umgestellt, so dass ein paar ältere Lieder dabei waren. Nach zwei äußerst genialen Stunden wurden die Hosen mit großem Beifall verabschiedet.
Gegen zwei Uhr war ich wieder am Hosetl. Da ich noch Hunger hatte bin ich mal um’s Eck gegangen, wo ich schon ein paar Mal Essen war. Und welch glück, das Restaurant „El Gaucho“ war noch offen und so habe ich mir nachts noch schnell ein Steak einverleibt. Lecker. Dann habe ich meinen Rucksack genommen und mich mit dem Taxi zum Flughafen fahren lassen, da ich ja schon um sechs Uhr morgens meinen Flug zurück nach Santiago de Chile hatte.

Fotos hierzu findet ihr im Album Kiss & Die Toten Hosen.