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Hongkong – Zwischen Tradition und Megacity

Rasend durch Bangkoks Flughafen

Nachdem sich unser Abflug aus Yangon verzögert hat, wurden wir beim Umstieg in Bangkok schon mit großen Schildern, die unsere Namen zeigten, begrüßt. Vom Seitenausgang des Fingers wurden wir anstatt zum nächsten Flieger zu irgendeinem Seiteneingang gefahren. So mussten wir nach einem rund ein Kilometer langen Sprint durch einen Sicherheits-Check. Wild schnaubend standen wir zu zweit als die einzigen Passagiere an drei geöffneten Check-Points, was die Kontrolleure nur dazu animierte, noch intensiver zu prüfen, bis die Dame einen Blick auf unsere Boarding-Pässe warf und nur meinte „Oh, you’re getting late!“ – Was meint die, warum wir so außer Puste waren?!? Immerhin haben wir es geschafft und nur 2 Minuten nach uns war die Tür geschlossen.

Back in Hongkong

Nach unzähligen Flügen war es das erste Mal, dass für mich das Gepäckband nichts ausspuckte. Am Emirates-Schalter wurde mir daraufhin gesagt, dass das Gepäck schon in einem nächsten Flieger wäre und nachkommt. Per Linienbus sind wir voraus nach Hong Kong gefahren, um einzuchecken und etwas essen zu gehen. Nachts um halb eins kam dann unser Gepäck bei uns im Hotel an. Gibt wohl schlimmere Situationen, ohne Gepäck am Flughafen zu stehen.

Zwischen Tradition und Megacity

Unsere Tour durch die Stadt begann mit einer Fahrt der Star Ferry von Hong Kong Island zum Festland Kowloon. Zunächst besuchten wir den taoistischen Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Tempel, der von Wolkenkratzern umringt wird. Während vorne Lampions über dem Platz für die Betenden hängen, schmücken hinten Karpfenteiche mit Brücken den Garten. Anschließend besuchten wir den Nan Lian Garden und das Chi Lin Nunnery Nonnenkloster, den weltweit größten Komplex aus handgezimmerten Holzgebäuden. Ein Spaziergang durch Kowloon führte uns zum Yuen Po Street Bird Garden, einem Markt für Vögel und Insekten, dem Blumenmarkt an der Flower market Road hin zum Goldfischmarkt. Dort werden unzählige Tütchen mit den unterschiedlichsten Fischen angeboten. Nach einem Gang durch den Tung Choi Street Market, der auch unter dem Namen Ladies Market bekannt ist, kamen wir am Tin Hau Tempel vorbei, bevor wir auf dem Jade Market Schmuckstücke sahen, die uns aus Myanmar bekannt vorkamen. Zum Ausklang eines ereignisreichen Tages blickten wir von der Tsim Sha Tsui Promenade auf die bunt erleuchtete Skyline von Hongkong Island.

Mit einem frühen Schnellboot erreichten wir Lantau Island. Dort besuchten wir die Tian Tan Buddhastatue, der sich heute aber lieber im dichten Nebel versteckte. Er ist der weltweit größte sitzende Buddha, der 34 m hoch ist. Hinter dem Big Buddha befindet sich das Po Lin Monastary – ein Kloster, das die Große Halle der 10.000 Buddhas beheimatet. Mit der Seilbahn ging es zurück nach Hongkong, wo es zu Fuß durchs Handelsviertel ging, wo getrocknetes Meeresfutter sowie pflanzliche Heilmittel angeboten werden. Im Man Mo Tempel wurde ich so eingeräuchert, dass die Klamotten bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne (also eine Plastiktüte) wanderten. Dieser Rauch entstammt von riesigen Räucherkerzen, die in riesigen Spiralen von der Decke hängen. Den Sonnenuntergang erlebten wir dann beim Besuch des Monetary Authority Information Centre im 55. Stock des Two International Finance Centre. Nachts ging es zu einer Foto-Session nach Tai Hang, wo dunkle Wohnblöcke zum Leben erweckt wurden. In Gesprächen mit Anwohnern mit anfangs irritiert blickenden Bewohnern konnte ich Ihnen zeigen, warum sich jemand nachts mit Stativ und Foto in dunklen Hinterhöfen herumtreibt.

Start ins neue Jahr

Den letzten Tag des Jahres starteten wir in der Golden Computer Arcade, einem riesigen mehrstöckigen Gebäude mit unzähligen Elektronik-Läden, um mir noch eine Speicherkarte zu kaufen. Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg zum Victoria-Peak. Da die Zahnradbahn leider eine viel zu lange Wartezeit gehabt hätte, fuhren wir mit dem Linienbus in Richtung Gipfel. Von der Aussichtsplattform hatten wir einen fabulösen Blick über Hongkong. Zwar war es schon tagsüber recht diesig, aber dennoch gab es ein paar Momente, wo Sonnenstrahlen sich Ihren Weg durch die Wolken bahnten. Wir blieben mehrere Stunden an der Glasfront, um auch den Sonnenuntergang und die beleuchtete Stadt bestens erleben zu können. Anschließend ging es zurück nach Causeway Bay, wo wir nach einem Abendessen das Feuerwerk über der Bucht von einem Fußgängerübergang betrachtet haben. Das klingt zunächst unspektakulär, doch war es echt schön, da zum einen die Chinesen Feuerwerk so richtig können – wer sonst hatte noch lachende Smileys als Figuren bei sich am Himmel? – und zum anderen, da sonst keiner irgendein Teil zum Anzünden (sei es Böller, Rakete oder Wunderkerze) angezündet hat.

Zum Jahresbeginn besuchten wir das „Lucky Start“ Pferderennen auf dem Sha Tin Racecourse. Dort wollten wir unser Glück mit Pferdewetten versuchen, doch brachte unser Wetteinsatz keinerlei Ertrag. Für viele Hongkonger war dies aber ein aufregender Start ins neue Jahr und sie waren mit vollem Elan dabei, Ihre Wettzettelchen abzugeben. Als Höhepunkt des Starts wollten wir einem Restaurant mit einem Michelin-Stern, Kam’s Roasted Goose, den ersten Abend ausklingen lassen. Doch waren die Wartezeiten für einen Tisch anhand der Menge vor dem Laden nur schwer zu schätzen. Was spricht also dagegen, das prämierte Essen „To-Go“ zu bestellen. Mit unserer köstlich duftenden Plastik-Tüte liefen wir in Richtung unseres Hotels. Da es aber viel zu weit entfernt gewesen wäre, noch warm zu speisen, machten wir kurzerhand auf einer Verkehrsinsel Picknik und genossen dort unser Festmahl. Zum Ausklang des Tages fuhren wir mit den „Escalators“, einer langen überdachten Rolltreppe, in die höher am Hang gelegenen Stadtteile.

An unserem letzten Tag besuchten wir den viktorianischen Hong Kong Park. Neben einem Zoo mit ca. 160 Vogelarten gibt es hier so etwas wie eine Drive-In-Standesamt, die „Cotton Tree Drive Marriage Registry“. Das ist jetzt vermeintlich nicht ganz so Las Vegas-mäßig, aber dennoch geben sich hier die Bräute die Klinke in die Hand. Unser letztes Restaurant sollte das „Crystal Jade“ sein, wo wir neben einer irren scharfen Nudelsuppe vor allem Dumpling genossen. Den Sonnenuntergang wollten wir vom höchsten Gebäude der Stadt, dem Sky 100, genießen. Leider war es sehr bewölkt, so dass man kaum den Grund ringsum das Hochhaus – geschweige denn die Skyline auf von Hong Kong Island – klar sehen konnte.

Abreise

Gegen neun Uhr abends holten wir unser im Hotel deponiertes Gepäck ab, um mit dem Bus wieder in Richtung Flughafen zu fahren. Dabei konnten wir unsere Blicke nochmals über die vorbeiziehenden leuchtenden Häuserfassaden schweifen lassen. Der Check-In war rasch erledigt und so mussten wir nur noch acht Stunden auf unseren Flug warten. Nach einer Nacht mit viel Warten im Check-In-Bereich, der Abflughalle, im Flieger und an der Gepäckausgabe in München, stürzten wir uns gegen 22 Uhr in die S-Bahn nach Hause.

Zum Abschluss möchte ich noch kurz ein Beispiel geben, wie sich der Wechselkurs auf die Preise auswirkt. Wie der ein oder andere schon mitbekommen hat, habe ich während meiner Weltreise angefangen, einen BigMac-Index zu erstellen. So kostete im Juli 2008 kostete der BigMac noch 15 HK$ = 1,25 €, auf dieser Reise am 2.1.2016 waren es 19,20 HKD = 2,28 €. Das heißt, während sich der Burgerpreis für die Hongkonger um 28% erhöht hat, ist er für mich in Euro um 82% teurer geworden (durch den geänderten Wechselkurs). Daher wurden meine Shopping-Pläne für Foto-Zubehör hinfällig, da eigentlich alle Artikel zum gleichen Preis – oder sogar teilweise günstiger – hier in Deutschland zu bekommen sind. Dazu kommt, dass es bei den meisten Artikeln auch nur eine lokale Garantie gibt, was das Einkaufen für meine anvisierten Artikel unattraktiv gemacht hat.

 

Tipps:

  • Octopus Card: Eine Karte zum bargeldlosen und kontaktlosen Bezahlen von Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in Kiosken, Restaurants, …, die man an einfach aufladen kann und dann an die jeweiligen Lesegeräte hält. Das beschleunigt den Kaufvorgang und erspart einem das lästige Zählen der richtigen aber fremden Münzen und Scheine. Die Karte gibt es in einer Touristen Auflage in den 7Eleven-Shops zum Kauf (39 HK$), oder aber auch zum Ausleichen (On-Loan 50 HK$ Pfand) direkt am Flughafen am Schalter der MTR.
  • Sim-Karte für mobiles Internet: Hier kann ich die Tourist Sim Card empfehlen, die es als 5- oder 8-Tages-Karte direkt am Flughafen bei 1010 in der Ankunftshalle gibt. Kaufen – Einstecken – läuft.
  • Zum Planen seiner Reise empfehle ich die Seite www.discoverhongkong.com/de, die neben den Sehenswürdigkeiten auch ein persönliches Planungstool, eine App und viele nützliche Infos bereithält.
  • Wer die Stadt zu Fuß erkunden möchte, trägt am besten bequeme Schuhe. Es gibt für eine Großstadt überraschend viele Stufen – sei es um die höher gelegenen Stadtteile zu erreichen oder auf den langen Rolltreppen schneller voran zu kommen.
  • Für fotobegeisterte Reisende gehört ein Stativ unbedingt zur Ausstattung. Es bieten sich hier in dieser Metropole viele Möglichkeiten für den Einsatz – sei es zur nächtlichen Langzeitbelichtung oder ein ruhiges Bild in den Tempeln.

 


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Tag 8: Olympia rückt näher

Heute Morgen bin ich recht bald aufgestanden, um auf keinen Fall meinen Flieger zu verpassen. Nach letztem Einpacken schnell zum Bus. Doch von der viel zitierten Pünktlichkeit war hier nichts zu sehen. Er kam ca. 25 Minuten zu spät. Und das, wo doch alle 20 Minuten einer fahren sollte. Als ich am Flughafen noch meine 50 HKD Pfand für die Octopus-Karte zurückbekam habe ich mein letztes Geld bei einer Cola und einem Orangensaft verprasst. Auf dem Weg in Richtung Gates habe ich mir noch 20 US$ in Chinesische Yuan wechseln lassen, damit ich zumindest in die Stadt zu Cai Li, meiner Chinesischen Bekannten, kommen konnte.

Schon im Landeanflug vor Peking waren zum einen viele Siedlungen zu sehen, die recht nah aneinander lagen und zum anderen, dass der zuvor schon so häufig gehörte Smog tatsächlich existiert. So konnte man bei der Ankunft kaum das Ende des neuen Terminals 3 sehen. Danach stand erst mal die Visa-Kontrolle an, die bei mir glücklicherweise schnell und problemlos von statten ging.

„Hurra! Meine Einreise wurde genehmigt!“ dachte ich mir und freute mich, da nun dem Besuch der Olympischen Spiele nichts mehr im Wege stehen konnte. Gleich nach der Kontrolle sah ich schon einige Sportler und Begleiter stehen. Darunter waren auch die Sprint-Damen des Teams USA. Nach der Gepäckabholung musste man sich zu einem weiteren Check anstellen. Dort stand dann ein Spanischer Tennisspieler neben mir, den ich nicht kannte und fragte ihn, warum er nicht in der viel schnelleren Olympia-Linie steht. Er meinte nur, dass sie noch auf jemanden warten. Wer könnte das nur sein? Natürlich war das Rafael Nadal, der recht locker durch die Halle angelaufen kam. In Wirklichkeit ist er viel größer und schlanker als er im Fernsehen wirkt. Das machen echt nur seine komischen Hosen aus, die er beim spielen trägt. Darüber hinaus waren noch viele andere Mannschaften und Sportler aus verschiedensten Nationen zu sehen. Hier fand ich die Olympische Stimmung schon echt zum Greifen nahe.

Danach ging es durch die Tür hinaus, wo normalerweise Daheimgebliebene auf ihre ankommenden Freunde und Familie warten. Aber hier standen Hunderte, die irgendwelche Stars knipsen wollten und bildeten so ein ca. 50 Meter langes Spalier. War echt klasse, hier durchzulaufen. Das Winken, um auch fotografiert zu werden habe ich mir dann verkniffen.

In die Stadt ging es dann mit dem Airport-Express. Es hat vieles recht grau ausgesehen, auch die Bäume wirkten nicht wirklich grün. Überall konnte man aber dafür die bunten Olympia-Banner mit „One World – One Dream“ sehen. Nach einer kurzen Wartezeit in einer Shopping Mall traf ich mich mit Cai Li, die noch arbeiten musste. Sie brachte mich dann zu ihrer Mutter, wo ich die nächsten Tage unterkommen sollte.

Mehr Fotos zu Hongkong gibt es hier.

Tag 7: Ohne Moos nix los!

Happy Valley RacecourseSo, heute wollte ich mich also groß eindecken: Objektiv, Fototasche, MP3-Player und einiges Zubehör. Mit dieser Einstellung bin ich dann los, habe das Objektiv getestet und für gut befunden. Als ich am Automaten Geld abheben wollte meinte der nur, dass zu wenig Guthaben vorhanden ist. Na super, dann versucht, direkt mit der Kreditkarte zu zahlen, was auch nicht gelang. Das hat mich sehr gewundert, denn ich hatte noch vor Reisebeginn Geld eingezahlt. Wie sich später herausstellte, aber leider auf das falsche Konto. Zwar hatte ich mir über das neue Konto Vieles durchgelesen, aber entweder das habe ich überlesen, oder es war nur unzureichend beschrieben. Ich bin für letzteres. So stand ich nun da, hatte gerade mal noch ca. 750 HKD, was ca. 60 Euro entspricht, und musste Prioritäten setzen. Ich entschied mich für die Fototasche und einen Sensorreiniger.

Zurück auf Hongkong Island wollte ich als erstes noch die Happy Valley-Rennbahn sehen. Also habe ich mich dorthin aufgemacht. Diese Pferde-Rennbahn liegt umgeben von Hochhäusern mitten in der Stadt. Der Rasen war bestens gepflegt und sah besser aus als der in der Allianz-Arena in München.

Da auch noch eine Fahrt mit der Tram, einer recht alten Straßenbahn, auf dem Must-See-Programm stand, und gerade vorm Eingang der Rennbahn eine Haltestelle war, stieg ich also mal ein. Das läuft so, dass man irgendwo einsteigt und beim Aussteigen beim Fahrer 2 HKD einwirft. Ich habe mich im Oberen Stock ganz vorne hingesetzt. Der Vorteil ist, dass hier die Scheiben offen sind, was für das Fotografieren natürlich optimal ist. Es macht riesig Spaß, Hongkong so zu entdecken – äußerst empfehlenswert!

Nachdem ich dann mir die Fototasche geholt hatte, waren meine Barreserven auf gerade mal 6,70 HKD geschrumpft. Dazu hatte ich noch ca. 80 HKD auf meiner Octopus-Card. Also habe ich schlau gemacht, was so der Bus zum Airport kostet und wo er fährt. Nach einer verwirrten Suche habe ich eine Haltestelle nur ca. 200m vom Hostel entfernt gefunden und wusste, dass 40 Dollar fällig waren. Prima. Reicht also noch für ein festliches letztes Mahl in der Goldenen Möwe. Dort akzeptieren sie glücklicherweise auch Zahlungen mit dieser Karte.

Mehr Fotos gibt es hier.

Tag 6: Hoch über Hongkong

3 … 2 … 1 … Feuer Frei!Heute war wieder einmal etwas Shopping angesagt. Also ging es nach Tsim Sha Tsui um bei Tin Cheung Camera Company etwas einzukaufen. Heute gab’s einen Polfilter und einen originalen Akku, der hier weniger als die Hälfte des deutschen Preises kostet.

Danach ging es mit der Metro nach Mong Kok. Da hatte ich schon einiges gute darüber gelesen, doch irgendwie fand ich das nicht so prickelnd. Auf dem einen Markt in der Fa Yuen Street (Jade-Markt?) trugen sogar Chinesen ihren Rucksack vorne, was mich mit meinen Olympia-Tickets bei mir nicht wirklich beruhigte. Danach lief ich über den Blumenmarkt. Da gab’s halt Blumen. Im Heftchen „Hong Kong Walks“ war das alles viel blumiger beschrieben worden.

Am Abend ging es dann auf den Victoria Peak, den Berg, zu dessen Fuß Hongkong liegt. Eigentlich wollte ich ja die blaue Stunde noch von oben erleben, doch als ich die Schlange zur Peak-Tram, einer alten Zahnradbahn, sah, war mir klar, dass das nix wurde. Aber wenn man schon mal hier ist fährt man dann halt doch hoch. Also ca. ne dreiviertel Stunde später konnte die Fahrt endlich beginnen. Oben angekommen musste man dann noch mal 20 HKD zahlen, um auf die Aussichtsplattform zu kommen. Von dort hatte man dann aber einen wirklich sagenhaften Ausblick. Eigentlich wollte ich dann mit der Bahn wieder runter fahren, aber da waren noch mehr angestanden als bei der Hochfahrt. Also wollte ich erst laufen, aber ein Polizist, den ich nach dem Weg fragen wollte, schickte mich zu den Bussen. Noch besser. Also gemütlich runter getuckelt in einem Bus, der sogar eine Geschwindigkeitsanzeige hatte. Lustig.

Mehr Fotos gibt es hier.

Tag 5: Hohler Buddha

Der BuddhaHeute gings mit der Fähre raus auf Lantau Island um einen Riesenbuddha zu besuchen. Also Rainer mal schön bald aufgestanden und war nach einer welligen Fährenfahrt schon um ca. 10 Uhr auf der Insel. Dann noch mit dem Bus auf ca. 500 m Höhe gerast und schon war der Buddha vor mir. Also Eintritt bezahlt, wobei der Coupon gleichzeitig ein Mittagessen beinhaltete, und dann mal hoch die Stufen. Oben angekommen war der Buddha ganz lustig und innen hohl. D.h. da konnte man reingehen und da gab’s ne kleine Ausstellung. Denn der Buddha wurde ja gebaut, um Touristengelder abzukassieren. Irgendwie hat jeder, der die Stufen hoch ging, versucht X Bilder von dem Teil zu machen. Das von oben mitanzusehen (und somit auch auf jedem Bild zu sein) war doch recht lustig.

Anschließend konnten Gläubige unten Räucherstäbchen anzünden und ich machte mich auf den Weg, um mein Mittagessen abzuholen. Das war in einer Art Kantine. Man setzte mich an einen einzelnen Tisch und stelle eine Suppenschüssel, die für mind. 8 Personen ausgelegt war, und eine Kanne Tee samt Tasse und Schüssel vor mich hin. Als ich schon nach einer Schüssel fertig war, wurde umgedeckt und es kamen Gemüse, Reis und irgendeine frittierte Rolle. Überraschenderweise hat es für diese Touristen-Speisung echt gut geschmeckt.

Als ich mich auf den Rückweg machen wollte, entdeckte ich einen Rund-Wanderweg, der den sogenannten „Wisdom Path“ beinhalten sollte. Ich dachte mir, dass das genau das richtige für mich ist. Dieser Pfad war dann im Prinzip eine liegende 8, die mit Holzpfählen aufgesteckt war. Zurück ging es dann vom Buddha mit der Seilbahn. Ich dachte mir, dass so ein netter Ausblick sicher schön wäre. Interessant war dabei eigentlich nur, dass man den Flughafen sehen konnte und man auf einer anderen Insel ankam, als von wo man startete.

Am Abend ging es dann endlich das erste Mal mit dem neuen Stativ raus zum Fotografieren. Also fuhr ich nach Kowloon, um von dort Hongkong Island festzuhalten. Praktischerweise sind Selbstportraits, wie ihr sehen könnt, so viel einfacher :-)

Mehr Fotos gibt es hier.

Tag 4: Enger, bunter, mehr

Heute ging es auf die bereits am ersten Abend fotografierte Insel gegenüber: Tsim Sha Tsui. Dort waren meiner Meinung nach die Straßen etwas enger und daher gewann das ganze Treiben noch einmal an Intensität. Die Schilder wirkten auch irgendwie dichter. Kann mich aber auch täuschen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang landete ich heute mal zur Abwechslung bei den „Golden Arches“ und traf dort zwei Deutsche, Athena und Philipp, die in China Englisch unterrichteten. Mit ihnen ging es dann rüber auf Hong Kong Island und zum Pier. Da die Fähre schon abgelegt hatte, gingen wir noch etwas am Strand entlang und so entstanden noch einige herrliche Aufnahmen, hier noch ohne Stativ.

Vorbildlich finde ich das, was ich dann auf dem Nachhauseweg gesehen habe: Da schalten die doch glatt einige Rolltreppen ab, um Strom zu sparen. Vorbildlich!

Tag 3: Going up standing

Heute bin ich mal wieder in die Stadt zum Shopping-Gucken gefahren. Als erstes wollte ich zum Wan Chai Computer Center. Dort gibt es auf mehreren Etagen lauter kleine Shops die Elektronik, Software und Unterhaltungselektronik samt Zubehör anbieten. Nach einigem Suchen habe ich für meinen Luke, so der Name meines EEEPCs von Asus, eine Maus gefunden. Die hat hier ungefähr 60% vom Preis in Deutschland gekostet. Bei anderen Sachen war ich vorsichtiger. Wie sich hinterher rausgestellt hat, auch zu Recht. So hätte ich dort in einem Foto-Laden zB für einen Filter mit mieser Qualität mehr zahlen müssen als in dem später besuchten Fachgeschäft mit guter Qualität.

Danach habe ich beim Laufen durch die Straßen eine ganz nette Idee gesehen: Ein horizontales Laufband, auf dem man viel einfacher den Berg hinaufkommt, als selbst zu laufen. Das nennt sich dann Escalator und geht doch über einige Höhenmeter bis relativ weit nach oben (siehe Bilder um 18:42 Uhr). Natürlich hab ich das gleich mal ausprobiert. Da hat man auch eine prima erhöhte Aussicht auf die Straßen zum Fotografieren. Also voller Erfolg – nur runter laufen muss man dann leider selbst. Ich wär für Gegenlaufband, aber mich fragt man ja bei so was nicht.

Danach war ich noch weiter unterwegs und mein Abend fand eine gebührende Krönung.

Tag 1/2: Start in Hongkong

So, nun kann ich endlich etwas von mir berichten. Nachdem ich das zeitlich alles irgendwie etwas fehlgeplant hatte, war die Internetseite noch nicht fertig (das ist sie jetzt auch noch nicht wirklich, aber sie läuft immerhin) und dann gab es hier in Hongkong schon viel zu viel Neues, um mich mit der Seite zu beschäftigen.

Nun aber mal zu Hongkong: Nach einem doch recht anstrengenden Flug mit eingeschränktem Service bei Cathay (Danke Lufthansa – dort streikte der Caterer) stand ich am Airport HK und wusste nicht wirklich, wohin ich sollte, denn ne Unterkunft hatte ich ja noch nicht. Also erstmal zum Touristen-Info-Schalter (von dem hatte ich immerhin gelesen). Dort wollte die junge Dame mich dann zu den Chungking Mansions, den Billigunterkünften, schicken. Das sagte sie zwar nicht, aber ich wusste, wo die in HK zu finden waren. Da mir ein Freund davon abgeraten hat, habe ich mich an den Ratschlag gehalten und wollte nach Hongkong Island. Den Tipps im Lonely Planet folgend habe ich mich auf die Suche nach dem Hong Kong Hostel gemacht. Also zum Bus und losgefahren. Wollte ja was sehen und der Airportlink kostete verhältnismäßig viel Geld. Da irgendwann die Stations-Angaben nicht mehr auf Englisch erschienen, sagte ich dem Busfahrer, er solle bei Causeway Bay rauswerfen. Gut. Hat er auch gemacht.

Da stand ich nun. Völlig ohne Plan, orientierungslos und mit viel Gepäck. Dazu diese Luft! 35° und hohe Luftfeuchtigkeit. Naja, also fing ich erstmal zu schwitzen an, das brauchte ich mir nicht zu überlegen, das ging einfach so. Dann habe ich mich für eine Richtung entschieden, denn mit der Karte vom Infoservice konnte ich da noch nix anfangen. Immerhin hab ich es dann geschafft, zum nächsten Info-Service zu kommen und mich dort über Hostels zu informiere. Mit einer Liste zertifizierter Hostels machte ich mich auf die Suche. Da dort nicht wirklich die Hausnummern am Haus stehen und vieles nur in Blocks angegeben wird, machte es nicht einfach. Aber letztendlich hab ich es doch gefunden und konnte für die ersten beiden Tage einchecken. Mehr Geld hatte ich bis dahin nicht abgehoben. Gleich am ersten Abend bin ich dann losgezogen, um mich zu informieren, welches Zeug ich so noch für mich und meine Kamera kaufen wollte. Dazu ging es in den Time Square, einem Shopping Center mit relativ teuren Marken und seriösen Händlern. Danach bin ich noch etwas durch die Stadt gewandert, unter anderem auch zur Uferpromenade, um mal auf Kowloon zu blicken. Den krönenden Abschluss bildete dann ein Festmahl beim „Zum Goldenen M“. Ein Double Quarter Meal für gerade mal 2,50 Euro – Begeisterung pur.